Lavendel - Ätherisches Öl und Anwendung



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Auch einfache Hebevorrichtungen für höher gelegene Anlagen waren im Gebrauch. Diese besassen allerdings keine grossen Kapazitäten. Man muss zunächst unterscheiden zwischen den Wirtschafts- und den Lustgärten, wobei letztgenannter vermutlich nur eine Umwandlung des ersten zum Vergnügen der oberen Bevölkerungsschichten darstellte.

In den Wirtschaftsgärten wurden neben Obstbäumen nachweislich folgende Gemüse angebaut: Diese Gemüsegärten waren wohl eine Abspaltung der Äcker, auf denen vor allem Getreide und Hackfrüchte angebaut wurde.

Über die Form dieser Gemüsegärten liegen keine Quellen vor, es darf aber davon ausgegangen werden, dass die Pflanzen in Beeten gehalten wurden, die in einem umzäunten Bereich lagen. Der Obstgarten ist die am meisten verbreitete Art. Hier wurden vor allem Palmen gehalten Palmenhaine.

Erwähnt wird auch, dass Bäume gezüchtet wurden und dass die künstliche Befruchtung zur Ertragssteigerung üblich war. Über diese Gärten, die es zweifellos gab, sind die Quellen äusserst spärlich. Relief im Nordpalast von Ninive. König Assurbanipal und seine Gemahlin Assur-scharrat speisen im Garten. Verschiedene assyrische Könige zwischen - v. Darunter ist die Unternehmung Sanheribs sicherlich die spektakulärste, da dieser König zur Bewässerung der bei Ninive angelegten Gärten die Gewässer aus 70 km heranführte und Kanäle und Aquädukte bis in seine Hauptstadt bauen liess.

Der gleiche Herrscher schuf in Assur eine Art botanischer Garten; dieser setzte sich aus Arten zusammen, die aus Ländern in der Umgebung Mesopotamiens stammten. Über Blumen wissen wir wenig, eigentlich nur soviel, dass es welche gab. Man kannte die Rose, die Granatapfelblüte, die Lilie, das Windröschen, vielleicht auch das Alpenveilchen; man zog es dabei vor, diese Blumen in ihrer wildwüchsigen Form abzubilden. An Bäumen werden die Platane, Zypressen und verschiedene andere Koniferen erwähnt.

Jahrtausends jüngere Broncezeit liegt eine Ausgrabung eines Lustgartens vor. Der Garten bot einen angenehmen Ort der Musse. Er nahm den grössten Teil des offenen Hofes im Palast ein. Die ganze Anlage umfasst eine grob trapezförmige Fläche von etwa m x 40 m. Das Zentrum bildet eine ihrerseits trapezförmige Fläche für einen Garten in den Massen m x 21 m, die von einer kleinen Steinmauer von etwa 50cm Höhe begrenzt ist.

Vorgesehen waren zwei Durchlässe, je einer im Norden und im Süden; über sie betrat man den Garten von einer wechselnd breiten Allee aus, die ihn teilweise umgibt. Im nordöstlichen Winkel befand sich ein erhöht gebauter Pavillon, der sich über einen eleganten Portikus zum Garten hin öffnet; auf der Südseite des Pavillon befand sich ein Brunnen mit einem Becken als Ausgangsort einer Kanalisation, die in den Garten führte.

Leider weiss man überhaupt nichts über die Art von Gewächsen, die in diesem Garten vorkamen. Vermutlich waren es Bäume oder Sträucher und bestimmte Blumen, worüber allerdings nichts ausgesagt werden kann. Die Gärten der Shammuramath Semiramis. Darstellung von Babylon um v. Es war eine Konstruktion von Terrassen, errichtet auf einer guadratischen Basis.

Jede Seite mass m. Aufbau senkrecht nach oben. Es bestanden verschiedene Terrassen übereinander. Jede Terrasse stand auf Arkaden, welche wiederum auf Säulen Pfeilern ruhten. Die letzten Säulen waren mit Erde gefüllt. Auf jedem Pfeiler wurde ein Baum gepflanzt. Spezielle hydraulische Maschinen beförderten das nötige Wasser auf die verschiedenen Terrassen. Die Treppen wanden sich spiralförmig um die Pfeiler. Die oberste Terrasse, auf über 50 Fuss Höhe gelegen, setzte sich aus verschiedenen übereinander liegenden Beeten zusammen, welche eine Art Höhepunkt des ganzen Werkes bildeten.

Die Beete besassen einen Boden aus Steinbalken, darauf kam Asphalt, die dritte Schicht aus Backsteinen und Gips, die vierte aus Bleifolien und die fünfte aus fruchtbarer Erde für das Ziehen von Pflanzen.

In regelmässigen Ab-ständen standen die grossen. Bäume auf den Pfeilern. Büsche und Blumen gediehen in der Erde des obersten Beetes.

Unter den Terrassen befanden sich gut gekühlte Räume. Diodor, ein griechischer Historiker um 60 v. Ch, beschrieb die hängenden Gärten etwas anders. Er bestätigt, dass sich das Gebäude am Ufer des Euphrat befand, jedoch, gemäss Diodor, bemassen sich die m nur am Fusse der Terrassen, pyramidaler Aufbau. Es muss davon ausgegangen werden, dass die Terassen gestaffelt übereinander gebaut wurden.

Dies würde anderen charakteristischen Monumenten Mesopotamiens entsprechen. Quintus Curtius Rufus, römischer Historiker aus dem ersten Jh. Man findet in seinen Aufzeichnungen ebenso grosse Bewunderung wie bei seinen griechischen Vorgängern.

Die Gipfel der zahlreichen Bäume übersiegen um vieles die höchsten Mauern, einen wundervollen Schatten ausbreitend. Ueber den Steinpfeilern, welche die ganze Konstruktion unterstützten, breiteten sich Erdbeete auf behauenen Steinen aus. Diese Erdbeete bildeten den Bereich, wo prächtige Bäume wachsen konnten, deren Stämme über 8 Ellen Durchmesser hatten und über 50 Fuss hoch wurden.

Zudem trugen sie Früchte. Curtius berichtet, dass diese Gärten von einem bestimmten babylonischen König für seine Frau gebaut wurden, welche Heimweh nach ihrem gebirgigen Heimatland hatte. Die Beschreibung der grossen historischen Parks und Wälder geben uns auch Hinweise auf die bevorzugten Kulturen und Artenwahl bezüglich der hängenden Gärten.

Bei den Assyriern und den Babyloniern dienten die Parks, welche die Paläste umgaben, auch als Jagdgrund, Festplatz und militärischen Uebungsplatz. Die Assyrer glaubten, dass die Guelle des ewigen Lebens mit den Wurzeln der mächtigen Bäume verbunden sei.

Nach Plutarch, einem griechischen Hystoriker , befand sich Atraxerxes mit seiner Armee auf dem Marsch gegen die Kaduzier, als sie von einer kalten Nacht in der Umgebung von Garten und Parks überrascht wurden.

Atraxerxes befahl seinen Soldaten, Bäume zu schlagen und Feuer zu machen. Diese weigerten sich jedoch, die schönen Bäume zu berühren. Die Bewunderung und der Respekt vor den Bäumen war im nahen Orient sehr verbreitet. Mehr als tausend Jahre vergingen bis Benjamin von Toledo im Er besichtigte die Ruinen, erklärte jedoch, dass es unmöglich gewesen sei, sich Ihnen zu nähern da es von Vipern gewimmelt hätte. Allerdings datierte er ihre Regierungszeit in die Jahre - , statt richtigerweise - Auch in einer Tragödie von Voltaire.

In verschiedenen Publikationen des Die Semiramis erscheint ebenfalls in der Lyrik, so z. Seine Arbeiten dauerten 18 Jahre. Sein gefundenes Material ergab eine reiche Informationsquelle über die grösste Kapitale des Orients: Diese setzten sich aus 14 gewölbten Sälen zusammen, an zwei Seiten war ein Korridor angeordnet und das Ganze wurde von Mauern umgeben.

In einem Saal auf der Westseite befand sich ein Originalbrunnen. Er enthielt drei parallel aufgestellte hydraulische Maschinen mit Schöpfeimern an einer Endloseste. Ein Rad brachte diese Kette in eine Rundbewegung, so dass die Kübel eintauchen konnten und so unaufhaltsam Wasser hinauf beförderten. Die Aufmerksamkeit Koldeweys galt vor allem den Arkaden Bögen welche in Mesopotamien seit Jahrhunderten bekannt waren, sie dienten jedoch nur den unterirdischen Kanälen.

Die Bauten aus Bögen, welche eine geschmeidigere Struktur hatten, eigneten sich besser für den Wassertransport, der für die Versorgung der Pflanzen notwendig war. Hinsichtlich der Informationen aus historischen Quellen und der ausgegrabenen Ruinen kann Koldewey die Hauptmasse des Gebäudes nicht bestätigen, ebensowenig die von Curtius angenommene Spannweite eines Bogens von 10 bis 16 m.

Zu seiner grossen Genugtuung konnte Koldewey auf Grund seiner Funde beweisen, dass beim Bau des Blauen Tores des Ishtar und den Fundationen der hängenden Gärten die behauenen Steine verwendet wurden, wovon bereits antike Historiker sprachen. Nirgends sonst wurden diese Steine verwendet.

Koldewey fügt ebenfalls bei, dass "sich auf dem Beet aus Binsen und aus Asphalt aufgestellt auf einem soliden Rahmen aus behauenen Steinen zwei Reihen mit Mörtel verbundene Ziegelsteine befanden. Platten feuilles aus Blei trennten die Ziegelsteine von der auf ihnen ausgestreuten Erde".

Diese Erklärung bestätigt die Beschreibung von Strabon, welcher von fünf. Schichten spricht, die sich auf jeder Terrasse befanden, um das Gedeihen der Pflanzen zu ermöglichen. Als Beispiel zählt er 1. Er führt weiter aus, dass Terrassengärten in Babylonien eine gängige Sache gewesen seien, ein grosses Beet auf dem Dach schützte vor der Hitze der Sonne wie auch in Ägypten. Er sagt auch, dass die Beete einen Boden aus Metall oder Asphalt und Binsen haben müssten, denn die unerlässliche Berieselung hätte sonst die Konstruktion des Daches bald zerstört.

Kurbatoff zitiert ebenfalls Strabon und unterstreicht die Analogie mit den Gärten auf der Isola Bella. Er erwähnt auch, dass Nebukadnezar die Gärten renoviert und vergrössert hat. Contenau interessiert sich Vor allem für die Beschreibung der Kanäle und deren Funktionieren sowie der Mittel für die Berieselung, die Hauptbedingung für das Wachstum. Es handelt sich dabei nicht um einen königlichen Park, sondern um einen Gemüsegarten. Die Gemüse waren nach Ihrer Nutzung gruppiert: Die verschiedenen Arten von Melonen einschliesslich der Aubergine bildeten eine andere Gruppe, ebenso auch Rüben, Gurken, Bohnen und viele andere Gemüse.

Weintrauben waren im Lande selten. Das Gemüse wurde in geraden Linien gepflanzt. Contenau zählt auch Pflanzen auf, aus denen man Narkotika gewann: Mohn, Haschisch, Alraun, Belladonna, Schierling. Daraus darf geschlossen werden, dass es sich bestimmt nicht um einen gewöhnlichen Dachgarten gehandelt hat. Die Ausgrabungen haben den Grundriss, das Muster der Mauern, die Richtung der Bögen, Fragmente der hydraulischen Installationen zu Tage gefördert- fördert; man hat ebenso behauene Steine gefunden.

Auch sind Überlieferungen aus der Antike vorhanden. Zusammen mit analogen Beschreibungen der Kultur der damaligen Zeit lässt sich der Garten rekonstruieren. Die Gärten mussten sich in der Form eines ausgedehnten viergeschossigen Gebäude präsentieren, gebaut auf einem trapezförmigen Fundament. Die Fundamente hätten eine grössere Zahl von Etagen nicht tragen können. Die Höhe jeder Etage müsste 30 Fuss 9m gewesen sein, wenn man die Proportionen mit der Länge der Bögen berücksichtigt.

Ueber die Terrasse der ersten Etage, 7 m breit, erhoben sich 8 Pfeiler, welche 7 Arkaden abstützten. Die Terrassen der zweiten und dritten Etage waren enger und wegen der trapezoiden Grundform weniger regelmässig. Die Terrassen der 2. Etage trugen 6 Pfeiler, welche 5 Bögen formten, diejenige der dritten 4 Pfeiler und 3 Bögen und die letzte trug auf der Südseite auf 2 Pfeilern einen Bogen, auf der Ostseite drei Pfei- ler mit 2 Bögen. Das Dach des stufenförmig gebauten Gebäudes bildete eine ebene Ter- rasse von 8 auf 17 Metern Grösse.

Die Pfeiler und Arkaden waren weniger regelmässig. Unter den so erhöhten Gärten auf Arkaden bestehen heute und hochge- achtet wie die Hängenden Gärten von Babylon diejenigen auf der Isola Bella. Diese sind auf 7 Terrassenetagen angelegt, aber nur zwei tragen Arkaden. Die anderen sind aus Stufen bestehend, welche von Mauern gestützt werden.

Die Bögen der dritten und vierten Etage ruhten auf den darunterstehen-den. Die Pfeiler waren teilweise mit Erde gefüllt, dort wo man Bäume hin- einpflanzte. Innere Treppen stellten die Verbindungen zwischen den Etagen her und ermöglichten ebenfalls den Zugang zu den Terrassen. Sie müssen ähnlich derjenigen gewesen sein, welche man zwischen dem Untergeschoss und dem Erdgeschoss entdeckt hatte.

Die Mauer, welche die inneren Räume umfasste, diente als Halterung der Treppen, welche auf dem Treppenab- satz jeder Etage endigten. Es genügte also einen der Bögen zu überschreiten um auf die Terrasse zu gelangen. Die Erdbeete auf den Terrassen bildeten einen vorzüglichen Schutz gegen die Sonnenhitze. Zusätzlich spendeten die Aeste der üppigen Vegetation kühlen Schatten in den Lauben.

Innerhalb dieses Privatraumes vollzieht sich Naturwahrnehmung auf sehr intime Weise. Der persische Garten vermittelte in seiner langen Bestehenszeit das Behagen und die Ruhe der wohlgeordneten Natur sowie die sinnlichen Freuden des Sehens, Hörens und Riechens. Man bestaunte die subtile Geometrie üppigen Wachstums, der süssen Blumen und flutenden Wasserteiche, während die klassische persische Dichtkunst den Garten als Ausdruck der Liebe und aller damit verbundenen Freuden, ob irdisch oder himmlisch, darstellte.

Der Niederschlagsmangel wird durch künstliche Bewässerung kompensiert, und der bewässerte Garten wird mit einer Mauer umgeben, die gleichzeitig das Wasser und die Vegetation des Gartens schützt. In Pasargade, der ersten vor v. Die von David Stronach geleiteten Ausgrabungen in den 60er Jahren ergaben, dass scheinbar willkürlich angelegte Paläste und des Torhauses in Wirklichkeit durch die Anlage eines umfangreichen Gartens mit Wasserbassin aus Kalkstein, Wasserkanälen und einem Pavillon diktiert wurde.

Der regelmässige, in vier Bereiche aufgeteilte Plan des Gartens besitzt schon die Form des späteren, klassischen persischen chahar bagh oder vierteiligen Gartens. Der Eingangspavillon, der in der Folgezeit auch ein Merkmal islamischer Gärten war, findet seine Vorbilder vielleicht im elamischen Tempelgarten mit Torhaus, der im verschollenen assyrischen Relief aus Ninive dargestellt ist.

Vermutlich haben wir hier den ältesten nachweisbaren persischen Garten vor uns. In der berühmten alten persischen Stadt Persepolis mögen wohl Gärten existiert haben, dafür fehlen aber nachweisbare Quellen. Hingegen weist die imposante Architektur eine Vielzahl an pflanzlichen Motiven in der Bauornamentik auf, Motive, die die Schönheit und Fruchtbarkeit der Ebene um Persepolis eingefangen zu haben scheinen.

Die pflanzlich und blütenähnlich ausgebildeten architektonischen Bauglieder hatten ihren Ursprung über Jahre früher im alten Ägypten, wo sie erstmalig im Grabkomplex des Djoser bei Sakkara an Monumentalbauten Verwendung fanden. Nachbildungen der ägyptischen Vorlagen waren in der Folgezeit im Nahen Osten weit verbreitet.

Ch kamen neue ägyptische Muster ins Land, die dem Repertoire der iranischen Architekturformen neue Impulse gaben. Wir treffen hier auf einen neuen Aspekt der Gartenkunst: Grundsätzlich wäre dies Gegenstand einer eigenen Untersuchung, aber es kann doch gesagt werden, dass diese Darstellungen, seien sie nun malerischer, bildhauerischer oder bauornamentaler Art. Je nach Kultur sind sie unterschiedlich dargestellt und gelangen bei unterschiedlichen Anlässen zur Anwendung.

Sind es bei den Ägyptern vorwiegend Darstellungen in den Grabanlagen, wo das Leben des Herrschers dar- und nachgestellt wurde, sind sie bei den Persern vermutlich bereits in Verbindung zu Gartenanlagen zu bringen. Diese Verbindung zum Garten ist bei den Römern besonders auffällig, haben sie doch die Räume, welche im Peristyl dem Gartenraum zugeordnet waren, sehr häufig mit Gartenmotiven ausgeschmückt.

Es entstanden dann eigentliche Gartenzimmer, wie man sie bis in die Neuzeit hinein kennt mit Tromple oeil- Darstellungen. Bei den Griechen sind pflanzliche Darstellungen an den Kapitälen bekannt, das Acanthus-Blatt war das Leitmotiv der korinthischen Ordnung. Daneben sind Garten- und vor allem Blumenmotive auf vielen Vasen und Urnen bekannt. Liebliche Gärten wurden in verschiedenen Gegenden des Achämenidenreiches angelegt. Belesys, der achämenidische Statthalter in Syrien, besass dem griechischen Historiker Xenophon zufolge, einen sehr grossen und schönen Park, in dem alle erdenklichen Pflanzen wuchsen.

Der Park muss von beträchtlicher Ausdehnung gewesen sein, da die Griechen glaubten, es halte sich eine grosse Gruppe Einheimischer darin versteckt. Durch die Wirren, die Alexander der Grosse in Persien stiftete, sich keine baulichen Quellen über Gärten aus diesem Raum mehr vorhanden. Kunde von Gartenanlagen, die nach dieser Zeit v. Noch heute herrscht an der nachweisbaren zweiten Stelle, dem heutigen Taq-i Bostan, an den goldschimmernden Felsen und einer kühlen Quelle sogar im trockenen Sommer eine grüne Kulisse vor.

Die Perser waren die ersten, welche grössere Wassermassen in unterirdischen Kanälen führten, was eine bedeutend geringere Verdunstung zur Folge hatte. Zudem konnten vermutlich so auch Dükersysteme eingesetzt werden, die es erlaube, ohne Aquädukte topographische Unebenheiten zu überbrücken. Zudem musste ein ausgeklügeltes Verteilsystem erfunden werden, mit welchem es möglich war, ab der Hauptleitung unterschiedliche Wassermengen in unterschiedlichen Distanzen an die Verbrauchsstellen heranzuführen.

Das Bemühen um Ordnung und Klarheit, das den arabischen Gärtner zur schlichten Geometrie des Gitters als Ausdruck einer domestizierten Natur führt, wird in der islamischen Welt zur Obsession. Hier ist es die akzentuierte zweiaxiale Symmetrie - die allerdings eine dritte, zenitale Achse immer mitbedenkt-, die den Kosmos und die fassbare Welt in Einklang bringt.

In der Anordnung der architektonischen Elemente, in der Hierarchie der Symbole, ja bis in die Praxis der Bepflanzung hinein ist alles diesem Prinzip untergeordnet. Raffiniert und passiv, ist der persische Garten für die Kontemplation gemacht: Die magmatische und vielfach geschichtete Stadt bleibt ausserhalb des eingefriedeten Bereichs, in dem die kristalline Ordnung der Geometrie zur Spekulation und zu Freuden der Liebe anregt.

Bei dieser transzendenten Auffassung von Geometrie ist es nicht überraschend, dass die Vorstellung vom Garten als Replik des koranischen Paradieses in Persien weite Verbreitung und ein grossen Echo gefunden hat. Im Islam, wo der Koran das tägliche Leben viel direkter beeinflusste als die Bibel dies in der abendländischen Welt dies vermochte, wurden solche Metaphern häufig direkt umgesetzt.

So wurde die Architektur und die Gartenbaukunst vom Koran in wesentlichen Teilen bestimmt. Dies hängt im wesentlichen damit zusammen, dass die Forschung in diesem Teil der Welt nicht immer ganz einfach ist und vor allem auch nicht die selbe Tradition hat wie bei uns. Andererseits wissen wir aber, dass die Römer, ihrerseits grosse Wasserbaukünstler, ihre Technik im wesentlichen von den Persern übernommen haben und dass der Einfluss der Mauren über die iberische Halbinsel auf das übrige Europa von grosser Bedeutung war.

Es sei deshalb ein kurzer Abriss über diese persische Epoche erlaubt, wobei wiederum das Buch von Petruccioli, resp. Auch wenn es hochkomplizierte Wasserinstallationen im Garten gab, ist es keineswegs klar, welchen Beitrag die Gartenbaukunst zur Wissenschaft und Technik der Hydraulik geleistet hat und wie die Wasserbauten im Garten konstruiert waren.

Die Techniken der Wasserzuführung, -speicherung, -hebung, -weiterleitung, - nutzung und -entsorgung hatten sich schon viele Jahrhunderte vor Aufkommen und Verbreitung des Islams entwickelt.

Arabische und persische Gelehrte schrieben bedeutende Beiträge zur Hydraulik und Hebekunst, aber es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass sie sich deren bedient hätten.

Man kann aber sicherlich davon ausgehen, dass diese Kunst allgemeines Wissen war und die Gärtner hatten die Techniken nur den jeweiligen Gegebenheiten anzupassen. Ausserdem könnten die Gärten auch zur Verbreitung dieser Techniken beigetragen haben. Die späteren Timuridengärten um eine persische Dynastie , waren so angelegt, dass sie über Kanäle juy aus den Nebenflüssen des Hari Rud bewässert werden konnten. Wir wissen kaum etwas darüber, wie sich das Wasser im Innern dieser Gärten verteilten; offensichtlich übten sie aber einen grossen Einfluss auf den ersten Mogulkaiser Babur aus.

Sein Nachfolger experimentierte mit allen möglichen ephemeren rasch vorübergehend Wasserspielen wie schwimmenden Gärten und Brunnen, die seine Gäste überraschend nassspritzten. Zu den Neuerungen, welche unter Akbar eingeführt wurden, gehörte eine elegante, wenn auch sehr zurückhaltende Verwendung des Wassers in den Gartenmausoleen. Das Wasser wurde mittels des persischen Rades aus ausserhalb des Garten liegenden Brunnen entnommen und in schmale Kanäle und Becken entlang den Hauptachsen des Gartens geleitet.

Anfangs waren die in der Ebene gelegenen Mogulgärten in Bezug auf ihre Wasserversorgung vollständig von ziegelverkleideten Brunnen abhängig. Das Wasser wurde aus diesen Brunnen in Aquädukte gehoben, die auf den Gartenmauern verliefen, und in Kanäle geleitet, die häufig weniger als einen Meter breit und von kleinen erhöhten Wasserbecken sowie eleganten Brunnen skandiert waren, das Wasser wurde zu einem formalen Gestaltungselement.

Die persischen und die zentral- und südasiatischen Gärten standen bezüglich ihrer Anlagen und des Wassers in einer gemeinsamen Tradition. Soweit es sich im strengen Sinne um 'islamische' Gärten handelte, legt der Koran eine gemeinsame Basis für den symbolischen Gebrauch des Wassers fest.

Das Wort von den 'Gärten, welche Wasserläufe durchströmen' ist die häufigste Beschreibung des Paradieses, und das Wasser ist die wichtigste Komponente im 'islamischen Garten'. Unabhängig von ihren jeweiligen dynastischen Interessen wussten alle muslimische Herrscher, dass die Gärten dieser Welt in erster Linie als Zeichen und Symbole dienen und den Gärten des Paradieses bestenfalls ähnlich sein können.

Eigentlich könnte man davon ausgehen, dass die Kreuzform christlichen Ursprunges sei. Dies trifft aber nicht zu. Die Erbauer von Kreuzgängen, welche in ihren einfachen Gartenanlagen das Kreuz als Gestaltungselement verwenden, haben diese Form nicht aus biblischen Quellen entnommen, sondern haben sich auf frühere Gestaltungsformen der Römer und auch der Araber gestützt. Wenn wir den St. Galler Klosterplan betrachten gezeichnet um von Bischof Haito von Basel in Reichenau , finden wir im grossen Kreuzgang einen kreuzförmigen Grundriss.

Leider wurde im grossen Symposium vom Juni über eben diesen Plan die Frage nach der Kreuzform nicht angesprochen. Natürlich ist die Form traditionell.

Sie ist die Grundrissform beispielsweise der gotischen Basilika, nicht aber der romanischen. In eben diesem Plan weist die Kirche keinen kreuzförmigen Grundriss auf, lediglich die Dachform ist so ausgebildet, wenn man dem Modell Glauben schenken darf und das ist nicht sicher, ergeben sich aus dem Plan doch keinerlei Hinweise auf die dritte Dimension, die architektonische Ausführung und Gestaltung.

Doch stellen wir zunächst die Frage, welche Bedeutung die Kreuzform für die Entwicklung der Gartenkunst überhaupt hat. Gerade für diese ideellen Bereiche erwiesen sich die Klöster und überhaupt die Kirche eher als hindernd denn als fördernd. Nicht nur in diesem Bereich war der Klerus keinenfalls bestrebt, mit Ideen öffentlich aufzutreten und sie als Allgemeingut zur Verfügung zu stellen. Im damaligen Islam verhielt es sich vermutlich anders.

Freiheit der Wissenschaft und der Kunst waren zwar nicht in unserem Sinne ein öffentliches Gut, aber das christliche Gebot der Armut und Enthaltsamkeit war im Islam nicht in der Art ausgeprägt und es war durchaus erlaubt, seinem Reichtum zu zeigen. Und wenn wir die islamischen Gärten betrachten, stellen wir durchaus fest, dass unsere bekannten geometrischen Grundformen hier durchaus auch gängig waren.

Dies verwundert nicht, gilt der Orient ja als Erfinder der Mathematik und der Geometrie. Es sei vorweg genommen, dass der Begriff 'islamischer Garten' nicht sehr präzis ist, aber im Gegensatz zur christlichen Kunst kann im ganzen Islam durchaus eine gewisse Einheitlichkeit festgestellt werden, was auf den in vielen Bereichen des täglichen Lebens ausführlichen Koran hinzuweisen ist. Immerhin sei hier darauf hingewiesen, dass der Koran erst in den Jahren - geschrieben wurde. Allerdings hat es der Prophet versäumt, der Kunst und der Architektur Regeln zu geben.

So hat der Islam niemals einen der klassischen Architektur vergleichbaren Kodex produziert; eher liebt er die Variationen zum Thema und die feine Angleichung.

Auch die Lithosphäre könnte, wie durch Gravitationsfeld-Messungen der Venussonde Magellan nahegelegt wurde, wesentlich dicker als die der Erde sein. Auf dieser Überlegung beruht auch die Erklärung dafür, dass es auf der Venus keine Plattentektonik wie auf der Erde gibt, sowie die Hypothese, dass sich die Venusoberfläche stattdessen in einem langperiodischen Rhythmus durch massive globale Vulkanaktivitäten erneuert.

Dies ist auf das Fehlen eines Mondes, der durch seine Gezeitenwirkung die Venusrotation verringern und so die Entstehung von Induktionsströmen ermöglichen würde, zurückzuführen. Auch die extrem langsame Rotation dürfte dazu beitragen, da diese den Dynamo-Effekt nicht begünstigt. Es wird durch elektrische Ströme in der Ionosphäre induziert, die dort durch die Wechselwirkung mit den elektrisch geladenen Teilchen des Sonnenwindes hervorgerufen werden.

Das Venusmagnetfeld erreicht am Boden nur ein Zehntausendstel der Stärke, die das Erdmagnetfeld an der Erdoberfläche hat.

Die Oberfläche der Venus wird vor den heranrasenden Teilchen des Sonnenwindes nicht vom Magnetfeld geschützt wie die Erdoberfläche, sondern durch die vom Teilchenstrom selbst mitinduzierte Ionosphäre sowie durch die sehr dichte Atmosphäre. Aufgrund der dichten, stets geschlossenen Wolkendecke war eine Erforschung der Oberfläche des Planeten erst durch radioastronomische Verfahren und mittels Venussonden möglich.

Das bislang älteste bekannte Schriftdokument einer Planetenbeobachtung sind die Venus-Tafeln des Ammi-saduqa. Bei dem geozentrischen Weltbild von Ptolemäus können Merkur und Venus nie als Vollscheibe erscheinen. Seit Johannes Kepler den Venustransit von vorhergesagt hatte, waren diese seltenen Ereignisse, bei denen die Venus als dunkles Scheibchen vor der Sonne zu sehen ist, ein besonders beliebtes Forschungsgebiet.

Mit Hilfe dieser Beobachtungen konnte insbesondere die Entfernungsskala des Sonnensystems erheblich verbessert werden siehe auch Abschnitt: Anlässlich des Venusdurchgangs von entdeckte Georg Christoph Silberschlag als erster die Atmosphäre der Venus als eine helle Aura um den Planeten. Er stellt fest, dass es zwischen der geometrisch berechneten Phase der Venus und der tatsächlich beobachteten Phase systematische Unterschiede gibt.

Daher wird diese Erscheinung heute allgemein nach der von Patrick Moore eingeführten Bezeichnung Schroeter-Effekt genannt. Durch ihn erscheint die Dichotomie der Venus zu ihrer östlichen Elongation als Abendstern ein bis zwei Tage früher, und zu ihrer westlichen Elongation als Morgenstern entsprechend später. Mittels der Spektralanalyse konnte erstmals Kohlendioxid als Hauptbestandteil der Venusatmosphäre nachgewiesen werden.

Durch die Erfindung des Radars und der Radioastronomie traten in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts weitere neue Beobachtungsmöglichkeiten hinzu. Mikrowellen beobachtungen, die ein Astronomenteam um Cornell H. Die Rotationsperiode der Venus selbst konnte erstmals während der unteren Konjunktion im Jahre gemessen werden. Der retrograde Drehsinn konnte allerdings erst nachgewiesen werden.

Shapiro die experimentelle Bestätigung der von ihm im Jahre vorhergesagten und nach ihm benannten Shapiro-Verzögerung. Die Oberflächenerkundung mittels der erdgebundenen Radarvermessung erfasst durch die indirekt an die Erdbewegung gebundene, resonanzartige Rotation der Venus während der unteren Konjunktion immer nur die Hemisphäre von Alpha Regio, mit Beta Regio im Westen und Ishtar Terra im Norden.

Im Norden verläuft er über die Maxwell Montes. Seit den er Jahren wurde eine Vielzahl von Raumsonden zum inneren Nachbarplaneten gestartet, wie beispielsweise die sowjetischen Venera -Sonden 1 bis 8. Eine Rückkehr mit Proben war nicht vorgesehen. Ein Flug zur Venus erfordert weniger Startgeschwindigkeit als zu jedem anderen Planeten. Dies führt jedoch nur zu einem Vorbeiflug an dem jeweiligen Planeten. Das Einbremsen in einen Orbit um den Zielplaneten z. Einen Überblick über die benötigten Geschwindigkeitsänderungen liefert die nebenstehende Tabelle.

Die ersten und letzten beiden Geschwindigkeitsänderungen müssen dabei für die Gesamtbilanz aufgrund des Oberth Effect nur quadratisch addiert werden. Folglich ist zwar ein Venusvorbeiflug energetisch einfacher zu verwirklichen als ein Marsvorbeiflug, in einen Venusorbit einzuschwenken kostet jedoch deutlich mehr Energie.

Zusammen mit der hohen Schwerkraft der Venus führt dies zu einer Erhöhung der Geschwindigkeit der Sonde, sodass ihre Geschwindigkeit und Bewegungsrichtung stärker als beim Mars verändert werden müssen, um aus einer Vorbeiflugbahn in eine Umlaufbahn einzutreten. Die Sonde war damit das erste Raumfahrzeug, das zu einem anderen Planeten flog.

Solarpaneele, parabolische Kommunikationsantenne, 3-Achsen-Stabilisierung, Triebwerk zur Flugbahnkorrektur und einen Start von einem Parkorbit um die Erde. Die Sonde verfehlte ihr Ziel und flog am Mit ihr gelang am Dezember in einer Distanz von In der Sowjetunion startete am 2. Mai der Funkkontakt ab. Die verlorene Sonde zog am Mit ihren Funkwellen konnten die hauptsächlichen Eigenschaften der Venus und ihrer Atmosphäre näher bestimmt werden.

Die Sonde war das erste Raumfahrzeug, das solch ein Manöver an einem Planeten vollführte. Das Gefährt hatte damit als erste Sonde die Oberfläche eines anderen Planeten erreicht, die harte Landung aber nicht überstanden. Oktober in die Venusatmosphäre ein. Sie wurde damit zur ersten Raumsonde, die direkte Messdaten von einem anderen Planeten lieferte. Mai bestätigt und verfeinert. Aber keine dieser Raumsonden erreichte intakt die Venusoberfläche. Ein Gammastrahlenspektrometer analysierte die chemische Zusammensetzung des Bodengesteins.

Oktober in einen Venusorbit ein. Sie wurde damit zu dem ersten künstlichen Satelliten der Venus. Sie lieferte die ersten Bilder der Oberfläche, untersuchte zudem den Boden mit einem Gammastrahlenspektrometer und einem Densitometer.

Durch die Messdaten wurde deutlich, dass die Wolken in drei getrennten Schichten angeordnet sind. November freigesetzt, die drei kleineren am Alle vier traten am 9. Dezember in die Atmosphäre ein, gefolgt von der Trägersonde selbst. Der Pioneer-Venus-Orbiter erreichte am 4. Dezember einen elliptischen Venusorbit. Er hatte siebzehn Experimente an Bord, sollte die Venus mit Radar kartieren mit einer Auflösung von etwa 20 Kilometern pro Pixel und beim Durchfliegen der höchsten Atmosphärenschichten diese analysieren, um ihre Zusammensetzung sowie die Interaktionen der Hochatmosphäre mit dem Sonnenwind zu erforschen.

Der Orbiter wurde solange betrieben, bis der zur Lagekorrektur verwendete Treibstoff ausging. Er wurde im August durch Verglühen in der Atmosphäre zerstört.

Dezember in die Atmosphäre eintraten. Die Lander trugen Farbkameras, ein Bodenbohrgerät und einen Analysator, die sämtlich nicht funktionierten.

Jeder Lander führte Messungen mit einem Nebelmessgerät, einem Massenspektrometer und einem Gaschromatographen durch. Auch wurde eine starke Blitzaktivität gemessen.

Sie erreichten die Venus am 1. Diesmal waren die Bohr- und Analyseexperimente erfolgreich, auch die Farbkameras funktionierten einwandfrei. November bis zum Die Ergebnisse erlaubten erste konkretere Vorstellungen von der geologischen Entwicklung der Venus. Die Experimente ihrer Landeeinheiten waren auf die Erforschung der Wolkenzusammensetzung und Struktur fokussiert.

Die zwei oberen Wolkenschichten wurden als aus Schwefelsäure, die untere Schicht als wahrscheinlich aus Phosphorsäure bestehend befunden. Auf der Oberfläche der Venus wurden ein Bohrgerät und ein Gammastrahlenspektrometer eingesetzt. Dies waren zugleich die bisher letzten Landungen auf der Oberfläche der Venus. Dabei wurde mehr Sturm- und Strömungsaktivität entdeckt als erwartet, sowie plötzlicher Flughöhewechsel um ein bis drei Kilometer registriert.

Zudem wurde in der Endphase der Mission die Bahn der Sonde so gewählt, dass sie durch die obersten Schichten der Atmosphäre flog und so Schlussfolgerungen über die Dichte und Zusammensetzung der Atmosphäre erlaubte. Der Magellansonde verdanken wir die besten der heute verfügbaren Karten der Venus. Die Auflösung dieser Wärmebilder war jedoch sehr gering und wegen der hohen Geschwindigkeit der Sonde während des einen Vorbeifluges wurde nur ein kleiner Teil des Planeten erfasst.

Die Bordinstrumente von Cassini-Huygens konnten bei den Begegnungen und zahlreiche wissenschaftliche Daten liefern. So ergab das für die Saturnmonde konstruierte Radar die bisher genaueste Kartierung einiger Venusregionen.

Magnetometer tests zeigten entgegen den Daten der sowjetischen Venerasonden keine Blitze aus den 48 Kilometer hohen Venuswolken. Forscher haben durch die Mission vor allem weitaus genauere Daten über die Atmosphäre und die Wolkendecke erhalten. Mit ihrem Magnetometer konnte der zweifelsfreie Nachweis von Blitzen auf der Venus erbracht werden.

Der erste dieser Swing-bys erfolgte am Dabei befanden sich jedoch die Venus und die Sonde in oberer Konjunktion , also, von der Erde aus gesehen, hinter der Sonne, sodass durch den daher stark eingeschränkten Funkverkehr keine Bilder oder Messdaten übertragen werden konnten. Die zweite Passage wurde am 6. Durch die laufende Mission des Orbiters Venus Express wurde die Venus während dieses Vorbeifluges zum ersten Mal von zwei verschiedenen Raumsonden gleichzeitig untersucht.

Dieser zweite Swing-by von MESSENGER fand auf der gerade erdzugewandten Seite des Planeten statt, während Venus Express sich an der gegenüberliegenden Seite befand; dadurch war zwar keine synchrone Untersuchung desselben Gebietes möglich, aber zeitlich etwas versetzt ergänzen sich die verschiedenen Untersuchungsmethoden der beiden Sonden dennoch.

Mai den kleinen Venusorbiter Akatsuki gestartet. Dezember die Venus mit gekühlten Kameras im infraroten Licht beobachten und die Superrotation der Atmosphäre studieren. Das Einschwenken der Sonde in den Venusorbit misslang jedoch zunächst.

Dezember war dann erfolgreich. Unter den Leuchtpunkten am Himmel ist die Venus der auffallendste. Für die ungefähr Jahre alte Himmelsscheibe von Nebra gibt es die Deutung, dass einige der darauf verteilten Goldpunkte das Bewegungsmuster der Venus darstellen.

Trotz dieser relativ geringen Neigung ist es sehr selten auch im Vergleich zum Merkur , dass es bei der unteren Konjunktion zu einem so genannten Durchgang vor der Sonnenscheibe kommt. So kann sie für einige Tage bei Vorbeizug nördlich der Sonne auf der Nordhalbkugel und bei Vorbeizug südlich der Sonne auf der Südhalbkugel sowohl am Abend- als auch am Morgenhimmel gesehen werden.

Jahrhundert gab es keinen einzigen Venustransit. Steht die Venus östlich der Sonne, kann sie als Abendstern am Westhimmel beobachtet werden, steht sie westlich, kann sie als Morgenstern am Osthimmel gesehen werden.

Die scheinbare Helligkeit der Venus hängt von ihrem scheinbaren Durchmesser und ihrer Phase ab. Die ständig geschlossene Wolkendecke der Venus verwehrt dem Auge zwar jeden Einblick, verstärkt aber stets ihr Leuchten. Je nach der Position in der Ekliptik sind zwei von jeweils fünf Morgen- und Abendsichtbarkeiten deutlich auffallender. Dieser gesamte Sternenzyklus wiederholt sich wiederum fast auf den Tag genau alle acht Jahre.

Ihre östliche Elongation bietet Abendsichtbarkeit, die westliche Elongation Morgensichtbarkeit. Bei diesen Positionen fällt sie während der Dämmerung als erster oder letzter deutliche Stern auf.

Von allen Umlaufbahnen unter den Planeten des Sonnensystems ist der Abstand zwischen denen der Venus und der Erde am geringsten. Am nächsten kommen sich die beiden Planeten, wenn sich die Venus zur unteren Konjunktion möglichst im Aphel und die Erde möglichst im Perihel befindet. Trifft die untere Konjunktion mit dem Knotenpunkt der Venusbahn einem Schnittpunkt mit der Ekliptik zusammen, steht die Venus genau vor der Sonnenscheibe und es kommt zu einem Durchgang Transit.

Der letzte Venusdurchgang ereignete sich am 6. Juni und war in Mitteleuropa in seiner Endphase zu beobachten, der vorletzte am 8.