ATOMSTROM: Scharf geschossen



Rolle A Zivilrechtssachen, meist unbezahlte Rechnungen.

Andere Entwicklungen:


Unter anderem, wenn erwähnte Risiken oder Unsicherheiten eintreten oder sich unsere zugrunde liegenden Annahmen als falsch erweisen. Es kann nicht garantiert werden, dass die oben beschriebenen Transaktionen zu den oben beschriebenen Bedingungen oder überhaupt durchgeführt werden. Zu den wesentlichen Faktoren, die zu beträchtlichen Abweichungen zwischen den aktuellen Ergebnissen und unseren Erwartungen führen könnten, gehört Folgendes: Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version.

Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab. Aktien auf dem Radar: Manche Drehs gehen uns, den X-perten, recht leicht von der Hand.

Diesmal haben wir uns ungewohnten Herausforderungen gestellt. Zum einen tauchte bei der Recherche zum heutigen Thema ein Firmenname Pacific Drilling gibt Abschluss von 1,0 Mrd. Börse Social Club Board. Valneva nun doch weg von der Wiener Börse. Bin vom Extradienst nominiert. Die Nutzung dieses Potenzials stellt eine klimafreundliche Alternative zur Wärmeversorgung mit Heizöl und Gas dar und bietet zudem, unter entsprechenden Voraussetzungen, die Möglichkeit der Stromproduktion.

Für die Errichtung der Demonstrationsanlage konnte nicht auf Erfahrungswerte in der Qualität und Quantität zurückgegriffen werden, wie dies normalerweise notwendig ist.

Die Erfahrungen aus dem Projekt Unterhaching, insbesondere im Bereich der technischen Gesamtkonzeption, der Bohrungen und der Kalina- Stromerzeugungstechnologie, stehen heute nachfolgenden Projekten zur Verfügung und reduzieren damit deren Gesamtrisiko. Dies unterstreicht den ursprünglichen Status als Pilotprojekt und Demonstrationsvorhaben. Während der Projektrealisierung wurden inklusive der noch geplanten Investitionen im zweiten Halbjahr ca.

Euro in die Anlagentechnik inkl. Zu Beginn des Projektes musste die Produktionsbohrung errichtet werden. Erst nach Vorlage der Testergebnisse Ende wurde mit der Planung und Realisierung der weiteren Anlagenteile begonnen. Die Errichtung der Dublette war der grundlegende. Zur Absicherung der Risiken wurde auf eine entsprechende Risikoverteilung bei der Bohrvertragsgestaltung geachtet und erstmals eine Fündigkeitsversicherung abgeschlossen.

Möglich wird dies durch ein automatisch gesteuertes Drei-Wege-Ventil, welches wärmegeführt das Wasser auf die beiden Prozesse verteilt. Wärmegeführt bedeutet, dass je nach Energiebedarf des Fernwärmenetzes die tatsächlich für die Wärme- bzw.

Stromerzeugung zur Verfügung stehende Leistung über die Steuerung des Mengenflusses geregelt wird. Sobald der Bedarf an Heizenergie sinkt, kann wieder mehr Thermalwasser für die Stromproduktion verwendet werden, so dass die Nutzung der thermischen Energie ganzjährig optimiert wird. Die Entscheidung über diese Fahrweise wurde aufgrund des höheren Deckungsbeitrags der Wärmelieferung getroffen. Seit Oktober wird die Erdwärme für die Wärmeversorgung genutzt.

Hierzu wird das 28 km lange Fernwärmenetz über Plattenwärmetauscher mit dem geförderten Thermalwasser erhitzt. Die Fernwärmeanschlussleistung betrug am bereits rund 30,5 MW. Durch den während des Probebetriebes zwischen Februar und Mai erzeugten Strom wurden bereits t CO 2 substituiert. Grundlage dieses Verfahrens ist das Arbeitsmedium Ammoniak, welches bereits bei C siedet und sich sehr gut mit Wasser mischt.

Das ausgekühlte Wasser wird über eine Thermalwasserleitung zurück in die ca. Dort wird bisher keine weitere Verpresspumpe benötigt, es ist dort lediglich ein Druckhalteventil installiert. Der obertägige Thermalwasserkreislauf wird kontinuierlich unter Druck gehalten um 1 Quelle des verwendeten CO2-Äquivalents: Bestimmung spezifischer Treibhausgas-Emissionsfaktoren für Fernwärme, S.

Um die Versorgungssicherheit zu garantieren wurde zusätzlich ein Heizwerk errichtet, welches zur Spitzen- und Redundanzversorgung dient. Es können hierfür Heizöl oder Gas eingesetzt werden, wobei derzeit aus wirtschaftlichen Gründen nur Heizöl eingesetzt wird. Mit der Nutzung des geothermischen Potenzials, insbesondere der Wärmeversorgung über ein geothermisches Fernwärmenetz, sind verschiedene Vorteile verbunden: Klimaschonende Strom- und Wärmeerzeugung als Alternative zu fossilen Energiequellen, d.

Durch diesen Schritt wurden verschiedene Ziele angestrebt: Die Vermeidung von Verflechtungen einzelner Projektbeteiligter und damit die optimale Kontrollmöglichkeit der erbrachten Leistungen sowie die professionelle Handhabung wirtschaftlicher und rechtlicher Risiken.

Nach heutigen Erkenntnissen liegt die statische Amortisationszeit bei rund 15 Jahren. May 1, Closing Date: April 16, Publication Date: September 30, Page Count: The utilization of this potential offers an environmentally friendly alternative to heat supply with gas or fuel plus the possibility of power production. The construction of the demo plant had to be done without the usually available quality and quantity of empirical value.

Especially the experience of the technical master plan, drillings and Kalina technology are available today to minimize the overall risk of subsequent projects. The first means to realize the geothermal energy supply already started in years later the plant was officially inaugurated by the Environment Minister on June 2, In the beginning the excavation had to be done.

Only after presentation of the test scores at the end of planning and realization proceeded. Both drillings are the conveyor mechanism for geothermal energy. To secure the risks, a distribution of risks has been made in the contract design and an insurance against the risk of non-discovery has been taken out for the first time.

Since the beginning of the eighties, no larger district heating grid in Germany has been built than the one in Unterhaching. The long-term goal is an installed capacity of over 70 MW.

Since commissioning of the district heating grid, about 21, t CO 2 -emissions have been saved until official inauguration.

The generated power during test operations between February and May substituted 1, t CO 2. Power generation is enabled through the Kalina technology. The average electrical output of the Kalina plant is 3. To guarantee security of supply, an additional heating plant has been constructed, which serves for peak and redundancy supply. Heating oil and gas can be used, but for economic reasons only heating oil is currently being used.

There are several benefits associated with the use of geothermal potential, in particular with the heat supply by a geothermal district heating grid: Climate-friendly power- and heat generation serving as an alternative to fossil energies, i. By taking this step, various goals were strived for: To conclude, the realization of the geothermal project has been a big success and a multitude of potential risks have not occurred.

With present knowledge, the static amortization period is about 15 years. None Publishing planned on the homepage: Geothermie Tiefbohrung Gt Unterhaching 1a Gewerk: Geothermische Tiefbohrung Gt Unterhaching Gewerk: Fernwärmenetz Unterhaching Abbildung 4: Strombezug Geothermie Unterhaching im April Abbildung 6: CO 2 -Berechnung Abbildung 7: Wirtschaftlichkeit eines Geothermieprojektes Abbildung 8: Investitionskosten Geothermie Unterhaching Abbildung 9: Beispielhaftes Jahresganglinienmodell bei Endausbau 70 MW th Der Vertrag ging später auf die Projektgesellschaft über.

Gegenstand der Beauftragung war die Übernahme des Projektmanagements sowie die laufende Beratung bis zur technischen Abnahme der Geothermieanlage inklusive Stromerzeugungsanlage.

Aktuell sind bei der Gesellschaft neben zwei Geschäftsführern und einem technischen Betriebsleiter drei kaufmännische Sachbearbeiterinnen angestellt. Im nahegelegenen Landkreis Erding, östlich von Unterhaching, wird seit Anfang Thermalwasser aus einer erfolglosen Ölbohrung für die Versorgung eines Schwimmbads, eines Fernwärmenetzes mit Wärme sowie für die Gewinnung von Trinkwasser genutzt. Insbesondere nachdem die Vergütung von Strom aus Geothermie durch das EEG geregelt wurde, konnte die Wirtschaftlichkeit von entsprechenden Vorhaben mit Stromgewinnung dargestellt werden.

Die Förderung der im Erdinneren gespeicherten Energie, um sie in Form von Wärme und Strom nutzbar zu machen, wurde durch eine Machbarkeitsstudie auch für die Gemeinde Unterhaching positiv eingeschätzt. Mit der Befürwortung des Projektes durch den Bau- und Umweltausschuss am sowie den Gemeinderat fiel der Startschuss für die Errichtung der Geothermieanlage.

Damit war die Gemeinde Unterhaching eine der ersten Kommunen, die sich mit der Geothermie befasste und die erste Kommune überhaupt, welche ein Erlaubnisfeld auch für die Stromproduktion beantragt hatte.

Die Anlage sollte mit dem Ziel errichtet werden, neben einer nachhaltigen Energieversorgung auch langfristig einen wirtschaftlichen Beitrag zur Aufgabenerfüllung der Gemeinde zu leisten. Die geologischen Voraussetzungen für die Gewinnung von Wärme und Strom waren ideal: Diese Annahmen wurden mit der Seite 1. Des Weiteren begünstigte die seit rasante Preisentwicklung von Heizöl die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, so dass die Anlagenkonzeption auf Basis von wirtschaftlichen Untersuchungen von einer stromgeführten auf eine wärmegeführte Anlage umgestellt wurde.

Aufgrund des Preisniveaus der fossilen Energieträger, welches zum Zeitpunkt der Erstellung der Machbarkeitsstudie bei ca. Vor diesem Hintergrund war in der Ursprungskonzeption insbesondere die Versorgung der gemeindeeigenen Liegenschaften durch ein Nahwärmenetz mit einer Länge von wenigen Kilometern Trassenlänge vorgesehen. Im Folgenden wird die technische Lösung zur Projektumsetzung als ganzheitliches Schema dargestellt und das grundsätzliche Anlagenkonzept der Geothermie Unterhaching erläutert.

Darauf folgt eine Tabelle mit den wichtigsten Projektinformationen im Überblick. Die detaillierte Betrachtung und Erläuterung der einzelnen Gewerke bzw. Dieses Ziel wurde aufgrund der überaus positiven Entwicklungen am Wärmemarkte ab dem Jahr intern nach oben korrigiert. In der Gemeinde Unterhaching sollen daher mittel- bis langfristig Fernwärmeanschlüsse mit einer Anschlussleistung von ca.

Ein weiterer Ausbau des Netzes ist wirtschaftlich und ökologisch auch noch darüber hinaus sinnvoll, denn selbst bei einer Anschlussleistung von MW th liegt der Bedarf an fossiler Zuheizung bei nur ca. Dies rührt vom Lastverhalten in einem Fernwärmenetz nur wenige Stunden im Jahr wird die maximale Abnahme erreicht und der sog. Gleichzeitigkeit nicht alle Kunden benötigen zur gleichen Zeit die maximale Leistung her. Je höher die Verkaufsmenge im Fernwärmenetz, desto weniger Stromerzeugung ist möglich.

Im Bereich der Stromerzeugung ist lt. Dieser Wert ist bei Erreichung der vollen Leistungsfähigkeit der Geothermieanlage von Volllaststunden zu sehen. Eine weitere Zielstellung war die wirtschaftliche Umsetzung des Projektes. Zu Projektbeginn wurde als Zielwert eine statische Amortisationszeit von rund 15 Jahren ab Inbetriebnahme der Gesamtanlage angenommen, was nach heutiger Sicht als realistisch eingeschätzt wird.

In der Bewilligung zum Demonstrationsvorhaben wurde festgelegt, dass eine Vermeidung von Kohlendioxidemissionen auf bis zu Tonnen pro Jahr angestrebt werden soll. Die Geothermieanlage lässt sich in acht Gewerke einteilen. Diese Gewerke sind im Einzelnen: Die Gewerke können zwar baulich unterschieden werden, können jedoch nicht getrennt voneinander betrachtet werden, da ihr Zusammenspiel den erfolgreichen Anlagenbetrieb ausmacht. Insofern war die Planung der einzelnen Komponenten zum Teil eine Herausforderung.

Dies ist eine wasserführende Gesteinsschicht, deren Thermalwasser je nach Tiefe und geologischen Verhältnissen Temperaturen von bis zu C erreicht. Zur Förderung des Wassers bis an die Erdoberfläche ist eine Tiefpumpe in ca. Das geförderte Wasser kann zur parallelen Wärme- und Stromerzeugung verwendet werden.

Technisch umgesetzt wurde dies durch die Staffelung und parallele Anordnung der Wärmetauscher. Die restliche Menge Thermalwasser wird für die Stromerzeugung genutzt. Gesteuert wird dies über die übergeordnete Leittechnik. Durch die niedrige Siedetemperatur des Ammoniaks C , verdampft das Stoffgemisch bei deutlich niedrigen Temperaturen, als dies bei reinem Wasser der Fall ist C.

Der entstandene Dampf treibt eine Turbine an und es wird über einen Generator Strom erzeugt. Hier wird das Wasser mit einer Rücklauftemperatur von etwa 60 C wieder in den Erdboden geleitet. Die Druckhaltung erfolgt im Wesentlichen über ein Regelventil vor der zweiten Bohrung. Um beispielsweise bei einem Pumpenausfall die Wärmeversorgung der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten, wurde des Weiteren ein Heizwerk errichtet, das sowohl mit Gas als auch mit Heizöl die Versorgung der Gemeinde sicherstellen kann.

Derzeit befindet sich nur Heizöl im Einsatz, da aktuell die Bereitstellung eines Gasanschlusses aus wirtschaftlichen Gründen nicht sinnvoll erscheint. Die wichtigsten Daten der Geothermieanlage vorab im Überblick: Datenblatt Geothermie Unterhaching 2.

Bis es jedoch zur erfolgreichen Inbetriebnahme kam waren viele Hürden zu nehmen. Der Projektablauf, -verlauf und die wichtigsten zu überwindenden Hindernisse werden im Folgenden beschrieben. Die ersten Grundlagen für das Projekt wurden bereits am gelegt: Der Bau- und Umweltausschuss sowie der Gemeinderat beschlossen die Projektrealisierung. Initiator und treibende Kraft war der damalige Bürgermeister Dr. Auf die neue Gesellschaft gingen alle bestehenden Verträge über.

Grund für die Auswahl der Rechtsform war die damit verbundene Möglichkeit der Hinzunahme von Kommanditisten. Während vor der Bohrung kein externer Kapitalgeber zur Verfügung stand, hat sich die Gemeinde Unterhaching nach der überaus erfolgreichen Bohrung entschlossen, das vielversprechende Projekt ohne externen Kapitalgeber zu realisieren. Ausgehend von diesen Werten wurde zu Beginn eine stromgeführte Anlage geplant.

Dies geschah aufgrund des EEG, welches über die Möglichkeit der Stromproduktion eine Mindestwirtschaftlichkeit gewährleistete. Diese Anlagenkonzeption wurde in den späteren Jahren aufgrund der sich ändernden Rahmenbedingungen korrigiert, denn unter anderem machte der seit stetig gestiegene Heizölpreis eine Versorgung der Gemeinde mit Fernwärme aus Geothermie wirtschaftlich sinnvoll. Beschlossen wurde dies aufgrund von umfangreichen Sensitivitätsanalysen, welche die Wirtschaftlichkeit der beiden Varianten Seite 6.

Nicht zuletzt trug auch eine offensive Werbestrategie für einen Anschluss an das geothermische Wärmenetz zum Erfolg bei. Die ersten Verträge wurden zur Sicherung der für das Projekt benötigten Grundstücke sowie zur Beauftragung der technischen Planer abgeschlossen.

Die relevanten Verträge werden im weiteren Verlauf des Berichtes bei den jeweiligen Gewerken näher erläutert. In Abbildung 2 befindet sich ein Überblick über die Standorte der Gewerke. Standorte Geothermie Unterhaching 4 Siehe hierzu Kapitel 3. Geothermie Tiefbohrung Gt Unterhaching 1a Bevor die erste Bohrung begonnen werden konnte, war einem Beschluss des Gemeinderates nachzukommen, eine Fündigkeitsversicherung für die Durchführung der ersten Bohrung zum Abschluss zu bringen.

Ziel war es, das Investitionshemmnis zu vermindern, indem das Fündigkeitsrisiko kalkulierbarer und beherrschbarer gemacht wurde. Das Konzept basierte auf folgenden Grundvoraussetzungen: Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie begleitete unterstützend und finanziell diese Aktivitäten im Bewusstsein, dass dieses Teilprojekt Fündigkeitsversicherung ein zentraler Baustein für die weitere Entwicklung der Tiefengeothermie sein wird.

Nach erfolgreich abgeschlossener Fündigkeitsversicherung konnte nun ein entsprechendes Bohrunternehmen beauftragt werden. Zuvor musste ein Verfahren wegen nicht bezuschlagungsfähiger Angebote aufgehoben und ein zweites abgebrochen werden. Die Vergabe Seite 8. Ziel der Projektgesellschaft war es, eine Bohrung als Gesamtpaket aus einer Hand und eine Risikoverteilung wie für ein Bauvorhaben zu bekommen.

Die Verträge in der Erdöl- und Erdgasindustrie beschränken sich jedoch in der Regel auf das reine Bohren; die Bohrmannschaft ist sozusagen das Werkzeug des Auftraggebers, der meist selbst ggf.

Operator die Verantwortung auf der Bohrstelle trägt und alle Entscheidungen zur Ausführung der Arbeiten trifft und die entsprechenden Anweisungen erteilt. Ebenso ist üblicherweise der Auftraggeber für die Materialauswahl und Beschaffung sowie die Auswahl und Organisation der Servicefirmen verantwortlich. Das Bohrunternehmen hat die Anweisungen des Operators nur auszuführen; für die Entscheidung selbst trägt es keine Verantwortung.

Sämtliche Risiken einer Bohrung, die meist technisch oder geologisch begründet sind, trägt in dieser Konstellation der Auftraggeber. Ansonsten wollte sie eine Bohrung zu einem kalkulierbaren Preis aus einer Hand bekommen und die Gestaltung der Bohrarbeiten den Erfahrungen eines Fachunternehmens überlassen und gerade keine eigene Verantwortung für die Durchführung der Bohrung übernehmen. Die Bohrfirmen waren danach für die Gestaltung der Arbeiten, also z. Technische Schwierigkeiten beim Bohren, die z.

Für eine erfolgreiche erste Bohrung waren qualitativ gute geologische Daten über den Untergrund Grundvoraussetzung. Um nun den optimalen Bohransatz- und Bohraufschlagpunkt festzulegen, wurden mit finanzieller Unterstützung über das ZIP-Programm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit ein Reprocessing und eine Reinterpretation der Seismik durchgeführt. Auf Grundlage dieser Daten konnte der Bohransatzpunkt auf einem gemeindeeigenen Grundstück am Grünwalder Weg festgelegt werden.

Erfreulicherweise lag zufällig fast direkt unter dem Grundstück ein vielversprechender Bohrzielpunkt. Die wichtigsten Fakten zur Bohrung im Überblick: Unterhaching war der zweite Einsatzfall. In der Folge wurde entschieden, in die bestehende eine zusätzliche 16 - Rohrtour einzubauen. Die Undichtigkeit und die daraus folgende kleinere erste Rohrtour veränderten die ursprünglich geplante Bohrtechnik. Diese von allen Beteiligten völlig unerwartete Situation erforderte insbesondere aufgrund von Lieferzeiten für die neue Rohrtour einen dreimonatigen Bohrstopp.

Mitte Juli trat ein weiteres Problem auf: Eine Festwerdehavarie in nahezu m Tiefe. In Folge wurde bei ca m ein neuer Ast Gt Unterhaching 1a herausgebohrt. Dieses Ergebnis bestätigte die qualitative hohe Leistung der prognostizierenden Geologen und Wissenschaftler. Die ersten Ergebnisse waren teilweise positiv, teilweise negativ. Die angetroffene Temperatur übertraf mit ,5 C Schichttemperatur die optimistischsten Erwartungen.

Die ersten Schüttungsraten blieben jedoch extrem unter den Erwartungen und hätten, bei Bestand dieser Werte, das Scheitern des Projektes zur Folge gehabt. Hierzu wurde eine kleinere selbstfahrende Bohranlage genutzt. Auch während dieses Einbaus zeigte sich etwas Ungeplantes: Die Bohrung hatte sich im oberen Bereich des Förderbereichs zugesetzt.

Angers Söhne konnten die Arbeiten mit nur geringer Verzögerung abgeschlossen werden. Der tatsächliche Druckverlust durch den Slotted Liner ist nicht bekannt, die offizielle Aussage der Bauleitung besagt, dass sich der negative Effekt des Slotted Liners mit dem positiven Erfolg der Säuerung aufhebt.

Aufgrund der Testergebnisse zeigte sich jedoch, dass die beiden bestellten Tiefpumpen davon eine als Ersatz für den Einsatz in der Gt Unterhaching 1a nicht optimal geeignet waren. Im Sommer wurde daher eine angepasste Förderpumpe in die Bohrung eingebaut. Die besonderen Hemmnisse der ersten Bohrungen noch einmal zusammengefasst: Aufgrund der guten Ergebnisse sowie erneuter seismischer Auswertungen nach der Bohrung Gt 1a Seite Der Bohransatzpunkt wurde nahe der A8 im Südosten der Gemeinde festgelegt.

Dieser Punkt war zwar unter Lärmbedingungen sehr günstig, allerdings war weder eine Wasserver- und Entsorgung noch eine Stromversorgung oder Datenanbindung verfügbar. Unter anderem durch den gestiegenen Ölpreis erhöhte sich die weltweite Nachfrage nach Bohranlagen. Die vertragliche Gestaltung der zweiten Bohrung sollte aber analog zur ersten Bohrung verlaufen.

Bei diesem Verfahren mussten zwei Vergabeverfahren erfolglos abgebrochen werden. Erst im dritten Anlauf konnte ein bezuschlagungsfähiges Angebot gefunden werden. Das erste Verfahren endete ohne Angebote, das zweite Verfahren wurde mit den Teilnehmern aus dem ersten Verfahren und zusätzlichen Teilnehmern begonnen, es ging ein Angebot ein, welches allerdings nach der Submission zurückgezogen wurde. Anlage aus Polen wurde entzogen, Angebot stand unter dem Vorbehalt der Verfügbarkeit , beim dritten Verfahren gingen vier Angebote für die Bohrung ein.

Das Verfahren wurde am begonnen und konnte erst am mit einem Zuschlag an H. Anger s Söhne mit einer englischen Bohranlage und -mannschaft erteilt werden. Zusätzliche Sicherheit konnte für die zweite Bohrung gewonnen werden, weil es gelang, die zweifellos bestehenden und mit keiner Vertragskonstellation zu beseitigenden technischen und geologischen Risiken mit einer erweiterten Bauleistungsversicherung abzusichern.

In diese Versicherung konnten typische Störungsfälle wie Nachfall von Gestein in die fertig gestellte Bohrung oder das Festfahren des Bohrstrangs einbezogen und damit die Kosten für Schadensbeseitigung und Stillstand abgefangen werden.

Lost in Hole Sachverhalte mit versichert werden, also die notwendige Bergung verlorener Gegenstände aus der Bohrung, die beispielsweise von dem Bohrgerät stammen können. Nach ablaufbedingten Wartezeiten konnte am mit der Bohrung begonnen werden. Genutzt wurde ein Bohrturm mit über 50 m Höhe. Die Stromversorgung wurde auf Basis von Generatoren realisiert. Im Gegensatz zur ersten Bohrung wurde diesmal von Anfang an mit kleineren Bohrdurchmessern und dem Einsatz der Hinterschneidungstechnik geplant.

Diese Technik wurde insbesondere durch die guten Erfahrungen bei der ersten Bohrung als wirtschaftlich vorteilhaft und technisch beherrschbar eingeschätzt.

Der Neigungsaufbau konnte bei dieser Bohrung trotz mehrerer Versuche jedoch nicht wie geplant realisiert werden, was zu einer Verlegung des Zielpunktes und einer Verzögerung im Ablauf von mehreren Wochen führte.

Erste Einschätzungen nach den Tests schienen auf einen Erfolg der Bohrung hinzuweisen. Detaillierte Auswertungen machten allerdings später deutlich, dass die Bohrung noch einmal vertieft werden musste. Nach der Vertiefung, einer längeren Phase des Bohrens ohne Spülung sowie einigen Säure- Stimulierungen, konnte die zweite Bohrung im Januar als Erfolg gefeiert werden.

Entgegen der Erwartungen aller Geologen war das Ergebnis der Bohrung nicht nur hydraulisch Auswirkung auf den Pumpstromaufwand sondern auch thermisch d. Die Temperatur von ,7 C bei Litern pro Sekunde bedeutete insgesamt einen zusätzlichen Energiegehalt des Thermalwassers im Vergleich zur ersten Bohrung von ca.

Dieses enorme Mehr an Energiegehalt führte letztendlich auch zur Überlegung und intensiven wirtschaftlichen Überprüfung, den Dublettenkreislauf umzukehren, was jedoch im Oktober vom Aufsichtsrat nach intensiver Bewertung der technischen Risiken abgelehnt wurde.

Bei einem Injektionstest nach Abschluss der Bohrung zeigte sich eine weitere Besonderheit von Tiefbohrungen: Vermutlich bei der Injektion von kaltem Wasser in die Bohrung zu Testzwecken geriet das Metall der Verrohrung bei fast m Tiefe derart unter Spannung, dass ein Loch in der Verrohrung entstand. Die besonderen Herausforderungen der zweiten Bohrung noch einmal zusammengefasst: Insbesondere vertraglich musste hier ein für kommunale Verhältnisse unüblicher Vertrag geschlossen werden, was aufgrund der Marktsituation aber unumgänglich war.

Die stufige Tauchpumpe ist eine Spezialanfertigung, da in diesen Volumina im Normalfall keine Pumpen benötigt werden. Auch in der Kohlenwasserstoffexploration werden Pumpen mit der Belastung dieser Temperatur und Schüttung nicht benötigt.

In diesem Hinblick hat die Pumpe in Unterhaching den Weg geebnet für weitere Geothermieprojekte, welche die Realisierung des Konzepts von Unterhaching, insbesondere dabei die Stromerzeugung zum Ziel haben. Mehrere Hersteller arbeiten z. Nachdem die für die erste Projektphase geplante Pumpe lediglich eine Pumpleistung von ca.

Falls dies mit dem Prototyp nicht möglich sein sollte, wird eine andere, wiederum speziell ausgelegte Pumpe beim nächsten geplanten Pumpenwechsel eingebaut. In den ersten zwei Jahren mussten bereits zwei Schäden an den Tiefpumpen festgestellt werden. Zunächst entstand an der ersten Pumpe ein Kurzschluss, welcher den Motor zerstörte. Später zeigten sich nach einem längeren Stillstand unter anderem Schäden an den Pumpenlagern und Ablagerungen.

Nach letzterem Schaden wurde das Lagermaterial der Pumpenstufen geändert. Aktuelle Zahlen liegen noch nicht vor.

Die besonderen Hemmnisse im Bereich der Tiefpumpe waren: Die Entscheidung, die Bohrungen nicht von einem Standort ausführen zu lassen, war bei diesem Projekt nicht nur aus geologischen sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen vorteilhaft. Die Thermalwasserleitung verbindet Förder- und Reinjektionsbohrung.

Sie hat einen Durchmesser von mm und eine Länge von ca. Nach entsprechender Ausschreibung ohne Seite Die Rohre unterquerten den Hachinger Bach, was auch spezielle genehmigungsrechtliche Aspekte mit sich brachte, ansonsten aber problemlos verlief.

Weiterhin unterquert sie die Trasse der S-Bahn, was eine weitere Genehmigung der Deutschen Bahn mit sehr aufwendiger und monatelanger Abstimmung notwendig machte. Die Anforderungen der Bahn an die Absicherung der Unterquerung wurden dabei von der Bahn während der Genehmigungsphase unvorhersehbarerweise stark erhöht.

Insgesamt konnte die Leitung dadurch erst etwa ein halbes Jahr nach Plan und mit deutlich höheren Kosten fertiggestellt werden, was durch die Verzögerung bei der zweiten Bohrung allerdings keine negativen Folgen für den Zeitplan des Gesamtprojektes hatte. Die für den Bau notwendigen Grunddienstbarkeiten wurden mit den jeweiligen Grundstückseigentümern und der Gemeinde verhandelt. In den Grunddienstbarkeiten ist rechtlich fixiert, dass zu jeder Zeit zur Wartung und Instandhaltung ein Zugang zur Leitung ermöglicht wird.

Es ist zu bemerken, dass hier stets Wert auf eine freundliche Kooperation gelegt wurde, um ein nachhaltig gutes Verhältnis zu den Grundstückseigentümern aufzubauen. Bei der Errichtung der Thermalwasserleitung kam es weiterhin zu ersten Undichtigkeiten, die vermutlich auf die Verklebung bei sehr niedrigen Temperaturen Frost zurückzuführen waren.

Hierzu wurden auch mehrere Gutachten vom TÜV erstellt. Die Reparatur der verbliebenen Undichtigkeiten ist beinahe abgeschlossen. Es ist nur eine Durchleitung von max. Damit kommt die Verwendung dieses Materials in der hier verwendeten Spezifikation bei vielen anderen Projekten wahrscheinlich nicht in Frage.

Grund für die damalige Materialwahl waren die einstimmigen Expertenmeinungen, dass östlich der ersten Bohrung das Thermalwasser kälter ist. Obertageanlage Die Obertageanlage stellt die Verbindung zwischen der Thermalwassertrasse und den beiden Bohrungen dar. Eine Vielzahl an Mess- und Leittechnik wurde hier installiert, um stets die Steuerung der Gesamtanlage zu ermöglichen. Weiterhin gehört eine Stickstoffbeaufschlagung der Bohrungen zur Obertageanlage.

Hierdurch wird gewährleistet, dass stets ein ausreichender Betriebsdruck im Gesamtsystem aufrecht erhalten wird, um Korrosion, Ausgasungen und Ausfällungen zu vermeiden.

Ein wichtiger Punkt bzgl. Die Feststoffpartikel können sich aufgrund der Strömungen im Untergrund lösen und werden nach oben transportiert. Um eine Verschmutzung der Anlage und damit weitere Konsequenzen wie Ablagerungen, Schlammbildung und damit die Verschlechterung der Wärmeübergabe oder ein denkbares Zusetzen der Injektionsbohrung zu verhindern wurden daher Filter eingebaut.

Zwischenzeitlich traten Probleme auf, da durch das Festsetzen der Filter teilweise die Anlage heruntergefahren wurde. Die endgültige Maschenweite wird noch diskutiert. Die positiven Auswirkungen saubere Filter, kaum noch automatische Rückspülvorgänge sind direkt erkennbar, die eventuell negativen Auswirkungen jedoch können derzeit noch nicht beurteilt werden. Für die Filterung des Thermalwassers wird ein automatisch rückspülender Filter verwendet.

Es ist hierbei darauf zu achten, dass die Abwassertemperatur auch bei häufigerem Spülen die maximale Einleittemperatur nicht überschreitet. Die besonderen Hemmnisse waren demnach: Aus den ursprünglich geplanten 4 MW wurden bis dato über 30 MW. Dies wirkte sich insbesondere auf die Finanzierungsstruktur des Projektes aus: Mit dem erhöhten Investitionsvolumen wurde auch das anteilige Einlegen von zusätzlichem Eigenkapital durch die Gemeinde notwendig. In diesem Seite Das Fernwärmenetz soll in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden.

Ziel ist ein Endausbau von 70 MW. Dafür wurden bereits Fördermittel aus dem Marktanreizprogramm beantragt. Auch der Bau des Kerngebietes des Fernwärmenetzes wurde europaweit ausgeschrieben.

Nach Vertragsunterzeichnung am begannen die Bauarbeiten für den ersten Bauabschnitt und das Kerngebiet. Allein in den Jahren und wurden m Rohrleitungen verlegt. Mit dem Entstehen eines derartig weit verzweigten Netzes hat in Unterhaching bei der Anlage des Orts niemand gedacht.

Bis wurden derartige Trassenquerungen gezählt, jeweils verbunden mit hohem händischen Einsatz. Die Erstellung erforderte eine intensive Vorbereitung sowohl von Seiten des technischen Planers als auch von Seiten der Projektorganisation und der beteiligten öffentlichen Stellen.

Trotz solcher Hürden war es aufgrund einer hochwertigen Abbildung 3: Fernwärmenetz Unterhaching Projektvorbereitung, auch von Seiten der Planer, möglich die Plankosten pro Meter einzuhalten. Weitere Hemmnisse waren in diesem Bereich nicht vorhanden. Heizwerk Das Redundanz- und Spitzenlastheizwerk ist in der Gesamtkonzeption unerlässlich, da es die Versorgungssicherheit der Wärmekunden gewährleistet.

Das Heizwerk gewährleistet, dass die Wärme immer beim Kunden ankommt, auch wenn Ausfälle in Form von Pumpenstillständen etc. In einem ersten Schritt musste daher ein Standort für das Redundanzheizwerk gefunden werden, was sich aufgrund der zur Verfügung stehenden gemeindlichen Grundstücke, der bereits ausgewiesenen Grünflächen und der zu erwartenden maximalen Emissionen für den Fall, dass im Winter zu einem Spitzenlastzeitpunkt die Wärme durch das Heizwerk produziert werden muss als sehr schwierig herausgestellt hat.

Insgesamt mussten 13 mögliche Standorte unter anderem auf ihre Eignung unter genehmigungsrechtlichen Aspekten geprüft werden. Einige wenige der zu beurteilenden Aspekte waren dabei: Es wurde lediglich der Flächennutzungsplan für das Grundstück in Parken und Heizwerk geändert.

Rein technisch gesehen wurden im Heizwerk folgende Komponenten installiert: Der Strombedarf für die Netzumwälzung steigt mit der Anschlussleistung. Die Ausschreibung der Leistungen erfolgte in mehreren Losen. Das Heizwerk ist mit der Kalina-Anlage über ein eigenes Glasfaserkabel verbunden, so dass beide Leitstände jederzeit in Echtzeit miteinander kommunizieren.

Sollte es zu einem Ausfall der Pumpenanlage in der Förderbohrung kommen, informiert die Leittechnik sofort den technischen Betriebsführer Stadtwerke München. Diese starten das Heizwerk innerhalb von einer Stunde und erhalten somit die Fernwärmeversorgung aufrecht. Nach Einbau eines automatischen Lastmanagements kann dieser Ablauf mittel- bis langfristig automatisiert werden. Gleiches gilt auch für den Spitzenlastfall, falls die geothermische Energie nicht ausreichen sollte.

Im Normalfall, nämlich wenn die Thermalwasserpumpe läuft, wird das Heizwerk kaum benötigt Gewerk: Dies hätte beide Varianten offen gelassen. Insbesondere aufgrund des hohen Innovationsgrades der Technologie sowie der Notwendigkeit, diese Technologie in Deutschland zu errichten, legte der Förderbescheid jedoch den Einsatz der Kalina-Technologie für die Gewährung der Fördermittel zugrunde.

Da noch Umbauten geplant sind, ist der endgültige Unterschied im Wirkungsgrad unter den in Unterhaching gegebenen Bedingungen allerdings heute noch nicht endgültig nachweisbar. Die Geothermie Unterhaching hat für die schlüsselfertige Erstellung der Stromerzeugungsanlage mit der neuartigen Kalina-Technologie mit der Siemens AG einen fachkundigen, leistungsfähigen und zuverlässigen Partner gefunden, der die Leistung aus einer Hand anbieten konnte und wollte.

Die Wärmeversorgung stand zu diesem Zeitpunkt noch im Hintergrund. Wie bereits erwähnt, änderte sich die Projektkonzeption allerdings im Zuge der Öl- und Gaspreissteigerungen weg von der stromgeführten, hin zu der wärmegeführten Anlage. Dies hatte eine kleiner dimensionierte Auslegung der Kalina-Anlage auf die elektrische Spitzenleistung von 4,1 MW el 3,36 MW el durchschnittlich und eine jährlich produzierte Strommenge von bis zu MWh el auf Basis der theoretisch möglichen Anlagenlaufzeit zur Folge.

Neuland wurde betreten und trotz aller bis dato angestellten Untersuchungen, Analysen, Berechnungen, usw. Vor dem Hintergrund der vielen Unbekannten gestalteten sich im Ergebnis auch die vertraglichen Festlegungen über Leistungsmerkmale, Gewährleistungen, Vertragsstrafen, Abnahmebedingungen sowie die Konsequenzen bei Nichterreichen der vertraglich geschuldeten Parameter langwierig. Tagelange und manchmal nächtelange Sitzungen fanden statt. Die Vertragsverhandlungen zogen sich am Ende über einen Zeitraum von neun Monaten hin, bis der Vertrag unterschriftsreif vorlag und im Beisein des damaligen bayerischen Wirtschaftsministers, Otto Wiesheu sowie des damaligen Siemens-Zentralvorstands Claus Weyrich am November geschlossen wurde.

Ein wichtiger und langwieriger Diskussionspunkt nach Abschluss des Vertrages war die Frage des Lärmschutzes, der allen Beteiligten ein wichtiges Anliegen war. Nach langen Verhandlungen mit den Behörden wurde ein Wert von 32 db a nachts auferlegt. Eine besondere bauliche Herausforderung für alle Beteiligten war, dass im Gebäude der Kalina- Anlage nicht nur die Technik für die Stromerzeugung untergebracht sein sollte.

Ein integratives Konzept musste entwickelt werden, da auch die Obertageanlage sowie die Wärmetauscher und Pumpen für das Fernwärmenetz an diesem Standort und in diesem Gebäude realisiert werden sollten und wurden. Trotz eng bemessener Platzverhältnissen und einer Vielzahl an zeitgleich abzuwickelnden Gewerken z. Unerwartete Schwierigkeiten, wie z. Gleichwohl, am , um Uhr wurde in Unterhaching die erste geothermisch erzeugte Kilowattstunde Strom ins Stromnetz eingespeist.

Nach der ersten Inbetriebnahme zeigten sich wiederholt Undichtigkeiten an den Wärmetauschern, welche mit verschiedenen Mitteln versucht wurden dauerhaft zu beseitigen. Der Teil der Anlage, welcher von Ammoniak-Wasser-Gemisch durchströmt wird, ist seitdem hermetisch abgedichtet. Nach Abschluss dieser komplizierten Arbeiten sowie weiterer Optimierungen im Verfahren konnte am die Abnahme der Anlage zur dauerhaften Stromerzeugung stattfinden.

Das wegen der Verdunstung im Kühlturm aufgesalzene Wasser aus dem Kühlturmbecken wird in einer Rigole zur Versickerung gebracht. Dieser Wasserkreislauf unterliegt dem Wasserrecht. Die wasserrechtliche Genehmigung ist auf zwei Jahre beschränkt.

Falls die Verlängerung nicht erfolgt, müsste die gesamte Kühltechnologie überarbeitet werden. Die möglichen Konsequenzen sind heute noch nicht absehbar Betrieb Ziel des Betriebs ist die optimale Ausnutzung der über das Thermalwasser zur Verfügung stehenden thermischen Energie und eine hohe Verfügbarkeit der Stromerzeugung sowie die Maximierung des Betriebsergebnisses.

Es ist vorgesehen, für die Grundlastversorgung des Fernwärmenetzes Thermalwasserwärme zu nutzen. Bei steigendem Bedarf der Fernwärmeseite wird die Stromerzeugungsanlage bis zur technischwirtschaftlichen Minimallast heruntergefahren oder abgeschaltet. Alle Erzeugungs- und Verteileinrichtungen sind soweit automatisiert, dass ein Betrieb ohne Beaufsichtigung grundsätzlich möglich ist.

Heizwerk, Stromerzeugung sowie die Thermalwasser-Fernwärmestation und Funktionsgruppen der Bohrungen sind nicht ständig beaufsichtigungspflichtig. Betriebsarten Das Heizwerk wird je nach Lastzustand und in Abhängigkeit der Betriebsart der Thermalwasser- Fernwärmestation am Grünwalder Weg in unterschiedlichen Betriebsarten gefahren. Für alle oben genannten Betriebsarten gilt ferner, dass die Stromerzeugungsanlage entweder in Betrieb I oder nicht in Betrieb 0 ist.

Generell wird, wie bereits mehrfach dargestellt, aus wirtschaftlichen Erwägungen die Betriebsart B mit der obersten Priorität belegt.