Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland: Marktanteile führender Unternehmen 2017


LZ Retailytics berücksichtigt dabei auch Amazon Deutschland, da wir davon ausgehen, dass das Unternehmen eine immer wichtigere Rolle auch im Lebensmittelhandel hierzulande spielt.

Darüber hinaus schreibt das neue Regelwerk erhöhte Recyclingquoten für alle Verpackungsarten vor — auch für Kunststoff.

Radikaler Schnitt

Die Statistik zeigt die Marktanteile im Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland der führenden Unternehmensgruppen im Jahr Edeka und Rewe konnten dabei mit 25,3 bzw. 17,5 Prozent die höchsten Marktanteile im Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland auf sich vereinen.

Der Sammelbegriff Lebensmitteleinzelhandel LEH bezeichnet Handelsunternehmen im Einzelhandel mit einem Sortiment , das überwiegend aus Lebensmitteln besteht institutionelle Sicht , sowie synonym auch die eigentliche Handelsaktivität, Lebensmittel an Endverbraucher zu vertreiben funktionale Sicht.

Deshalb werden auch einige, den Lebensmitteln nahestehende Güter, die sogenannten Near-Food-Produkte im Zusammenhang mit dem Lebensmitteleinzelhandel betrachtet. Kaffeefiltertüten zu den relevanten Sortimenten und Umsätzen. Jahrhunderts vollzogen sich grundlegende Wandlungen in der deutschen Einzelhandelslandschaft, deren Effekte auch den Lebensmitteleinzelhandel, der zunächst etwa in Gestalt von Vorkosthandlungen in Erscheinung trat, wesentlich beeinflussten: Neu gegründete Konsumgenossenschaften , deren Geschäftsbetrieb sich überwiegend auf Nahrungs- und Genussmittel konzentrierte, wurden zu einer starken Konkurrenz des nicht organisierten, selbständigen Einzelhandels.

Die Lebensmittelindustrie begann ihrerseits mittels Reklame Markenartikel zu etablieren, die unmittelbar Einfluss auf das Kaufverhalten der Verbraucher nahmen. Die stürmische Einzelhandelsentfaltung der vorausgegangenen Jahrzehnte fand infolge der beiden Weltkriege ein abruptes Ende: Die Versorgung der Bevölkerung war zwar mangelhaft, aber mittels Warenrationierung durch Lebensmittelmarken und Bezugsscheine möglich. Erst nach dem völligen wirtschaftlichen Zusammenbruch kam es nicht selten zu lebensbedrohlichen Versorgungslücken mit Grundnahrungsmitteln.

Nach der Währungsreform und der darauffolgenden Aufhebung der Zwangsbewirtschaftung übernahmen so genannte Tante-Emma-Läden und Kolonialwaren -Geschäfte die lokale Versorgung der westdeutschen Bevölkerung mit Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs. Neue Warenbereiche kamen hinzu und mit der Verbreitung der bereits aus Amerika übernommenen Idee der Selbstbedienung wurde insbesondere im Lebensmitteleinzelhandel ein Leistungsmerkmal geschaffen, das zu einem Strukturwandel in der Branche führte.

In den er Jahren machten sich erste Sättigungserscheinungen bemerkbar. Der Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel stieg nur noch unterdurchschnittlich stark, der Wettbewerb bremste die bisherige Zunahme der Einzelhandelsgeschäfte, wohingegen die Gesamtumsätze weiter stiegen. Zunehmender Preiswettbewerb förderte in allen Bereichen die Kooperation: Viele Einzelhändler waren mittlerweile in Einkaufsgenossenschaften wie der Edeka oder der Rewe organisiert.

Hersteller versuchten durch Lieferboykotte den Zerfall der Preisbindung zu unterbinden, woraufhin im Lebensmitteleinzelhandel erste Markenartikel durch Eigenmarken des Handels ersetzt wurden. Die Vertriebsform Discount befindet sich weiter auf dem Vormarsch und bedrängen mit ihrem reduzierten Sortiment die klassischen Vollsortimenter.

Insbesondere werden den qualitäts- und serviceorientierten und in ihrem Markt profilierten Lebensmittelläden in guten City-Standortlagen gute Entwicklungsperspektiven zugeschrieben. Zu den Verlierern im Wettbewerb der Vertriebsformen zählen unprofilierte kleine und mittlere Lebensmittelfachgeschäfte. Als Profilierungsmerkmal entwickeln sich zunehmend die Bio -Sortimente. Kaufmotive für Bio-Lebensmittel beim Verbraucher sind das Interesse an regionalen Produkten , erhöhtes Gesundheitsbewusstsein und Individualität in der Ernährung.

Die Aufstellung zeigt zum Vergleich die durchschnittlichen Leistungskennziffern der bezeichneten Betriebstypen Die folgende Tabelle zeigt Struktur- und Leistungsdaten des Lebensmitteleinzelhandels für das Jahr nach Einzelhandelstypen.

Die Lebensmittelumsätze der zehn führenden Unternehmen in Deutschland summieren sich jeweils auf rund Mrd. Zur Rolle der Drogeriemärkte in den Rankings siehe die Abgrenzung oben. Viele Handelsgruppen bestehen dabei aus verschiedenen Teilunternehmen. Die Reihenfolge innerhalb des Rankings bleibt im Vergleich zum Jahr unverändert.

Hier Angabe des Ergebnisses aus der Berechnung der übereinstimmenden Zahlen. Bei den Lebensmitteldiscountern in Deutschland führte im Geschäftsjahr Aldi die Top 6 unverändert an.

Wie muss der Vertrieb zukünftig aufgestellt sein, um den Kundenwünschen auch in Zukunft gerecht zu werden? Die gewonnenen Erkenntnisse gipfelten in zwei Veränderungen, die radikaler in einem Unternehmen nicht sein könnten: Das Unternehmen ändert seinen Namen und richtet das komplette Geschäftsmodell neu aus.

Das erinnert an die Ursprünge der Firma. Wein konnte man damals verkaufen wie warme Semmel. Einen Lebensmittelhandel wie heute gab es nur rudimentär und Wein allenfalls in elitären Weinhandlungen.

Die Welle lieblicher deutscher Weine traf den Geschmack des kittelschurzberockten Publikums. Zum Knockout für das Unternehmen wurde der Glykolskandal von Von heute auf morgen brach der Absatz ein. Es folgte ein zweites Leben. Das Geschäftsmodell war ja nicht tot.

Bis irgendwann in den 90er-Jahren die Akzeptanz kippte. Die Discounter und später das Internet veränderten komplett die Verhältnisse im Handel. Wo alle Welt über personalisiertes Marketing und direkte Kundenkontakte faselt, genau zu dieser Zeit bricht das Geschäftsmodell ein, läuft aus, endet in der beziehungslosen Wüste orientierungsloser Einpersonenhaushalte?

Als ich von der Veränderung im Unternehmen erfahren habe, wurde mir rasch klar, hier findet eine historische Wende statt. Radikaler Schritt Nummer eins: Alle Bereiche firmieren unter einem Dach: Die Weinberater, die es nach wie vor geben wird, werden als Markenbotschafter persönlichen Kontakt zur Kundschaft halten und Events managen.