Miso, Shoyu und Tofu - Würziges aus der Sojabohne



Wiederum nicht zufällig erfolgte die Übergabe des Vertragsentwurfes zum Versailler Vertrag an die deutschen Vertreter am 7. Auch in tropischen Breiten werden Mexikanische und Guatemaltekische Sorten gezogen, und zwar in Höhen von m und m. Dennoch wurde hieraus der Mythos von Langemarck konstruiert — das erste bedeutende Beispiel in diesem Krieg, militärische Niederlagen oder Misserfolge in moralische Siege umzudeuten. Aber erst die Antwortnote der Alliierten auf das unerwartete Vermittlungsangebot von Woodrow Wilson vom

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Trump interpretiert das Wales-Ziel aber schon bisher als Verpflichtung, bis "mindestens" zwei Prozent für Verteidigung auszugeben. In Deutschland sind es 1,24 Prozent. Bereits vor Beginn des Gipfels hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen die Kritik von Trump am angeblich zu geringen Wehretat zurückgewiesen.

Bis zum Jahr werde der Zuwachs etwa bei 80 Prozent liegen. Zuvor hatte Trump die Bundesregierung auch wegen ihrer Gasimporte aus Russland attackiert. Mit Blick auf die Gas- und Öllieferverträge erklärte er: Die von Trump genannten Zahlen zur umfassenden Energieabhängigkeit Deutschlands von Russland decken sich nicht mit den amtlichen deutschen und europäischen Daten.

Das Bundeswirtschaftsministerium spricht trotz der hohen Importabhängigkeit, die insbesondere für Öl und Gas gilt, von einer "diversifizierten Struktur" zur Versorgung mit den beiden Energieträgern. So komme das Öl für Deutschland nach den neuesten Zahlen aus 23 Ländern.

Beim Erdgas habe der Importanteil aus Russland im vergangenen Jahr bei rund 40 Prozent gelegen - das war auch schon der Stand im Jahre Das Ministerium berief sich unter anderem auf Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen. In der EU liegen die Durchschnittswerte für Russland etwas niedriger. Doch wie und wann ist die Vorgabe entstanden und wie verbindlich ist sie?

Wichtiger war jedoch, dass Mitte September der Widerstand der bulgarischen Armee zusammenbrach und Bulgarien am September um einen bedingungslosen Waffenstillstand nachsuchte, mit dessen Abschluss am September waren Rumänien als zentraler Öllieferant sowie Ungarn und die k.

Truppenteile in Albanien und Serbien bedroht. Schon zuvor, am September, hatte Österreich-Ungarn eine zunächst unbeantwortete Note an die Alliierten gesandt, in der um Frieden gebeten wurde. Diese Entwicklung und die umfassenden Angriffe an der Westfront führten dazu, dass Ludendorff am Die OHL legte am Morgen des Als Reichskanzler Georg von Hertling — der demokratische Reformen ablehnte — verspätet nach Spa kam, sah er sich vor vollendeten Tatsachen gestellt und trat zurück.

Nachfolger wurde am 3. Oktober, hatte Major von dem Bussche den fassungslosen Parteiführern des Reichstages die militärisch aussichtslose Lage erläutert. Oktober eine Note an Präsident Wilson sandte: Wilson wurde gebeten, auf der Grundlage seiner 14 Punkte die Herstellung des Friedens in die Hand zu nehmen und einen sofortigen Waffenstillstand herbeizuführen.

Oktober , was sich unmittelbar in den amerikanischen Noten vom Wilson forderte eine Garantie der fortwährenden militärischen Überlegenheit der Alliierten also eine weitgehende Entwaffnung Deutschlands und eine parlamentarische Kontrolle von Politik und Militär.

Ludendorff und Hindenburg nahmen inzwischen wieder eine ablehnende Haltung gegen Friedensverhandlungen ein, fuhren ohne kaiserliche Erlaubnis vom Hauptquartier nach Berlin und erklärten in einem Armeebefehl Oktober , dass die letzten Wilson-Noten Entwaffnung unannehmbar seien. Ludendorff und Hindenburg mussten Kaiser Wilhelm am Oktober um ihre Entlassung bitten, der Kaiser nahm Ludendorffs Entlassungsgesuch an, nicht jedoch jenes von Hindenburg.

Mit den Oktoberreformen kam es zu einem Wandel des Regierungssystems , Deutschland war formal vom Oktober bis zum 9. November einmalig in seiner Geschichte eine parlamentarische Monarchie.

Die Situation in Österreich-Ungarn hatte sich dramatisch zugespitzt. Die Soldaten waren unterernährt, Desertion , Selbstmorde und Seuchen nahmen rapide zu. Die Armee zerfiel zusehends, die Rüstungsindustrie war dem Zusammenbruch nahe. Böhmen, Galizien, Ungarn und Oberösterreich stellten die Nahrungsmittellieferungen an andere Landesteile ein, in denen Hunger herrschte. Juni , die Zweite Piaveschlacht August erläuterte der stellvertretende Chef des Generalstabes Alfred von Waldstätten auf der Besprechung von Belluno den fassungslosen Generälen aller Armeen die aussichtslose Lage.

Der ersten Friedensdemarche vom September folgte eine weitere am 4. Oktober seitens Kaiser Karl nichts mehr ändern konnte, sondern die Auflösung weiter beschleunigte. Oktober im Rahmen der Asternrevolution der Ungarische Nationalrat. Schon am Tag zuvor erging eine Weisung der ungarischen Regierung an die Soldaten im k. Heer, unverzüglich nach Hause zu kehren. Oktober gewannen die Angreifer Brückenköpfe östlich des Piave.

Die österreich-ungarischen Truppen verweigerten den Befehl zum Gegenangriff, damit war die Lage hoffnungslos geworden. Oktober erging eine Bitte um den Waffenstillstand. Am selben Tag wurde in Prag die Republik ausgerufen und die Tschechoslowakei gegründet, am Oktober der Staat der Slowenen, Kroaten und Serben.

Oktober war vom polnischen Regentschaftsrat ein Aufruf zur Gründung eines polnischen Staates erfolgt, zudem übernahm er am Oktober die militärische Befehlsgewalt. Oktober konstituierte sich in Reaktion auf den Abfall aller nichtdeutschen Gebiete der Staat Deutschösterreich. November bildete sich eine unabhängige Regierung in Ungarn , nachdem Ungarn am Oktober die Realunion mit Österreich aufgekündigt hatte; damit war die Österreichisch-Ungarische Monarchie aufgelöst.

Der Versuch, die Verantwortung für die Annahme der Waffenstillstandsbedingungen auf die Parteien des Parlaments abzuwälzen, scheiterte im Gegensatz zu Deutschland an deren Weigerung, einen vom Kaiser begonnenen Krieg zu beenden so explizit Victor Adler im Staatsrat. November verzichtete Karl I. November in gleicher Weise als König von Ungarn, womit die Habsburgermonarchie endete. Dem Flottenkommando wurde signalisiert, dass einer Forderung auf Auslieferung der deutschen Flotte nachgekommen werden müsse.

Konteradmiral Adolf von Trotha entwickelte daraufhin auf der Basis vorausgegangener, im Frühjahr und im April aufgestellter Planungen einen Angriffsplan auf die mehr als doppelt so starke Grand Fleet. Der Operationsplan sah am Bei Tagesanbruch sollten die flandrische Küste und die Themsemündung angegriffen werden. Weder der Kaiser noch der Reichskanzler wurden informiert, sehr wohl jedoch Ludendorff.

Man glaubte, ohne einen letzten Einsatz sei der kommende Wiederaufbau der Flotte gefährdet. Nach dem entsprechenden Flottenbefehl vom Oktober kam es am Admiral Franz von Hipper stellte am Oktober den Befehl zum Auslaufen zurück und beorderte die Flottengeschwader zu ihren jeweiligen Standorten. Das besonders unruhige III. Flottengeschwader lief am 1. November in Kiel ein, wo 47 Matrosen, die als Haupträdelsführer galten, in Haft genommen wurden. November sieben demonstrierende Arbeiter und Soldaten erschossen wurden, entwickelte sich der Kieler Matrosenaufstand.

Die Novemberrevolution erfasste in rascher Folge Stadt um Stadt. Überall im Reich bildeten sich Arbeiter- und Soldatenräte , die bereits am 6. November in Hamburg und am 7. November in München die Macht übernahmen. Kaiser Wilhelm, der sich seit dem Nach einer Befragung von 39 Kommandeuren an der Westfront erhielt er am 9. November die Antwort, dass die Truppen bei einem Einsatz gegen die Revolution den Befehl überwiegend verweigern würden.

November ultimativ auf, den Kaiser zur Abdankung zu bewegen, ansonsten werde sie aus der Regierung austreten. Da trotz einer vagen Zusage des Kaisers die konkrete Abdankung nicht folgte, gingen am 9. Karl Liebknecht vom Spartakusbund proklamierte um 16 Uhr die freie sozialistische Republik Deutschland. Selbst viele Anhänger aus dem konservativen Milieu empfanden den Gang ins Exil ohne vorherige Abdankung als Fahnenflucht. Oktober bis zum 4. November fand in Paris eine Konferenz der alliierten Kriegskoalition statt, in der über die Waffenstillstandsbedingungen beraten wurde.

Die deutsche Kombination von Friedensangebot und Waffenstillstandsersuchen wurde als Eingeständnis der Niederlage gedeutet. November zwei gravierende Verschärfungen formuliert wurden: In Berlin traf die Antwort am 6. November die Frontlinie Hindenburg forderte die deutsche Delegation am Abend des 8. November in zwei — teilweise unverschlüsselten — Depeschen ausdrücklich auf, die Bedingungen auch dann zu akzeptieren, wenn keine Verbesserungen möglich seien.

In den folgenden Verhandlungen konnten nur geringfügige Erleichterungen erreicht werden. Dieser sah unter anderem die Räumung der von der deutschen Armee besetzten Gebiete binnen 14 Tage sowie des linken Rheinufers und dreier Brückenköpfe in Mainz, Koblenz und Köln innerhalb von 25 Tagen vor.

Der Waffenstillstand trat um 11 Uhr französischer Zeit in Kraft 12 Uhr deutscher Zeit und war zunächst auf 36 Tage begrenzt, beendete jedoch faktisch den Krieg. Zu Kriegsbeginn zeigten die Menschen ein breites Spektrum an ganz unterschiedlichen Reaktionen, die von Protest und Verweigerungshaltung über Ratlosigkeit und Erschütterung bis zum patriotischen Überschwang und Hysterie reichten. Es gab weder eine allgemeine Kriegsbegeisterung, noch standen die proletarischen und bäuerlichen Schichten dem Krieg geschlossen und konsequent ablehnend gegenüber.

Juli mit etwa In kleineren Städten und vor allem in ländlichen Regionen herrschte dagegen eine ausgesprochen niedergeschlagene, nachdenkliche und pessimistische Stimmung.

Ähnlich verhaltene und gedrückte Reaktionen zeitigte der kommende Krieg in der Arbeiterschaft der Industriezentren. Juli mit mehr als Der Wendepunkt zum Burgfrieden war die Nachricht von der russischen Teilmobilmachung am August versammelten sich vor dem Berliner Stadtschloss zwischen Reichskanzler Bethmann Hollweg verstand es zudem geschickt, Russland als vermeintlichen Aggressor darzustellen.

August innerparteilich gegen die Annahme der Kriegskredite kämpfte, [] erklärte für die SPD tags darauf: Das zunächst im Vordergrund stehende und nicht unwesentlich zum Kriegsausbruch beitragende militärische Kriegsziel Deutschlands war — entsprechend dem Kriegsrat vom 8. Dezember — den für unvermeidlich gehaltenen Krieg gegen die Entente zu einem noch günstigen Zeitpunkt zu führen, wobei schon im Kriegsrat die Jahresmitte als günstig erachtet worden war. Nach Ansicht der deutschen Militärführung entwickelte sich das europäische Kräftegleichgewicht zunehmend ungünstig für Deutschland.

Die mit der militärischen Gesamtlage im Kriegsverlauf immer weniger in Einklang zu bringenden Annexionsforderungen waren ein wesentliches Hindernis zu Friedensverhandlungen. Österreich-Ungarn nahm für sich in Anspruch, um seine Interessen auf dem Balkan und um seine Existenz schlechthin zu kämpfen. Entgegen den nationalistischen Tendenzen der damaligen Zeit hielt Österreich-Ungarn an der universalen Idee des Kaisertums und somit am Vielvölkerstaat fest.

Die Zurückdrängung Deutschlands an den Rhein durch Annexion oder Neutralisation des Rheinlandes bis hin zur Auflösung der Reichseinheit oder zumindest ihrer Schwächung im föderativen Sinne sowie eine wirtschaftliche und militärische Angliederung Belgiens und Luxemburgs an Frankreich.

Einer dauerhaften Okkupation des Rheinlandes wurde die Errichtung zweier neutraler, unabhängiger Pufferstaaten unter französischem Schutz vorgezogen. Belgien sollte, im Gegensatz den Vorstellungen des Generalstabs, in Unabhängigkeit belassen werden. Russland sah sich als natürliche Schutzmacht panslawistischer Bestrebungen auf dem Balkan. September in erster Linie territoriale Abtretungen Deutschlands, angeblich auf der Basis des Nationalitätenprinzips, vor.

März bezeichnete Lloyd George die Beseitigung der reaktionären Militärregierungen und die Etablierung von demokratisch legitimierten Regierungen als Kriegsziele, die zur Schaffung des internationalen Friedens beitragen sollten. Zunehmend traten auch eigene Expansionswünsche in Form von Forderungen nach Selbstbestimmung für die deutschen Kolonien und die schon okkupierten arabischen Teile der Türkei unter British rule zutage.

Auf der interalliierten Wirtschaftskonferenz in Paris vom Juni wurde nicht zuletzt auf britische Initiative hin über eine ökonomische Nachkriegsordnung verhandelt, mit der die deutsche Stellung im Welthandel auf Dauer niedergehalten werden sollte.

Die amerikanischen Kriegsziele wurden im Punkte-Programm vom 8. Es enthielt die völlige Wiederherstellung der belgischen Unabhängigkeit, weiter die Rückgabe Elsass-Lothringens, die Festsetzung italienischer Grenzen entlang der Nationalitätengrenzen sowie die weitere Existenz Österreich-Ungarns, dessen Nationen eine freie Entwicklung ermöglicht werden sollte. Der Türkei wurde Selbständigkeit zugestanden, jedoch ohne Einschluss anderer Nationalitäten, die Meerengen sollten durch internationale Garantien offen gehalten werden.

Gefordert wurde die Errichtung eines unabhängigen polnischen Staates. Zentrale Probleme der Kriegswirtschaft waren die Regelung des Verhältnisses von Staat und Wirtschaft, die Erhaltung des Arbeitsfriedens, die Umstrukturierung zur Rüstungsproduktion, die Sicherung des Konsums und die Kriegsfinanzierung. Zu Kriegsbeginn traten jene Bestimmungen in Kraft, die für die militärische Mobilmachung und für einen kurzen Krieg vorgesehen waren, so wurden zum Beispiel die Ausfuhren kriegswichtiger Produkte untersagt, Lebensmittelimporte erleichtert und Höchstpreise für manche Waren festgesetzt.

Der Goldstandard als Grundlage der meisten Vorkriegswährungen wurde in den kriegführenden Ländern ausgesetzt. Dem Übergang standen kriegsbedingte Restriktionen entgegen: Abgesehen vom Rüstungssektor ging die Industrieproduktion in vielen kriegführenden Staaten zurück. So fiel die industrielle Produktion insgesamt im Deutschen Reich um fast die Hälfte. Ein Engpass im Zuge der Umstellung auf die Kriegswirtschaft war die Versorgung mit Rohstoffen, einerseits aufgrund der Seeblockaden betroffen waren die Mittelmächte und Russland sowie in Frankreich aufgrund der Abtrennung der nördlichen Departements.

Ein weiterer Engpass vor allem bei den Mittelmächten und in Frankreich ergab sich aus der scharfen Konkurrenz zwischen der Armee, die immer mehr Soldaten, und der Industrie, die qualifiziertes Personal benötigte. Zur Wahrung des Arbeitsfriedens wurden in unterschiedlichen Anteilen Kooperation und Disziplinierung angewandt: In Österreich-Ungarn waren Arbeiter in Rüstungsbetrieben an ihren Arbeitsplatz gebunden und militärischer Kontrolle sowie Gerichtsbarkeit unterworfen. In Deutschland fand keine Militarisierung der Arbeitsverhältnisse statt; mit dem Hilfsdienstgesetz vom 5.

Dezember wurde jedoch eine Dienstpflicht eingeführt, während korporatistische Regelungen die Zustimmung der Gewerkschaften gewährleisteten. August unter Aufsicht des Militärs gestellt. Mai zum Aufbau der Armee konnte jedoch dazu genützt werden, Arbeitskräfte in die Rüstungsindustrie zu lenken.

In unterschiedlichem Umfang wurden Kriegsgefangene, Zwangsverpflichtete und ausländische Arbeitskräfte überwiegend aus den Kolonien eingesetzt.

Bei den Mittelmächten dagegen traten — nicht nur wegen der Seeblockade — erhebliche Probleme auf, die sich unter anderem aus der schon einsetzenden staatlichen Zwangswirtschaft ergaben. Die Versorgungsprobleme und vor allem die Ungerechtigkeit bei der Verteilung der Lebensmittel untergruben die Autorität des Staates und führten zu Unruhen.

Ähnliches galt für Russland. Die Versorgungspolitik zugunsten der städtischen Konsumenten und der Industriearbeiter verlief wegen ihrer Unstetigkeit und fehlender Zwangsmittel im Sande.

Das Zarenreich zerfiel in — die Städte ausgrenzende — Versorgungsregionen, da die Bauern immer weniger vermarkteten. Die öffentlichen Ausgaben zur Kriegsfinanzierung stiegen drastisch an. Der Krieg kostete rund Milliarden inflationsbereinigt in Preisen von Die öffentliche Hand beschaffte sich gegen kurzfristige Schuldtitel Geld für die Staatsausgaben bei den Notenbanken.

Nachdem das Geld an Wirtschaft und Haushalte geflossen war, wurde es durch Steuern oder Anleihen teilweise wieder abgeschöpft. Insgesamt liefen interalliierte Schulden von 16,4 Milliarden Dollar auf.

Nach dem Scheitern des Schlieffenplans und der gegenseitigen Überflügelung im Wettlauf zum Meer gruben sich die Armeen ein. Die Gründe für die Erstarrung der Fronten waren der militärtechnische Entwicklungsstand, der den Verteidiger begünstigte, sowie der anfängliche Kontrollverlust in der operativen Führung der Massenheere und das relative Gleichgewicht der Kräfte.

Die Kampferfahrungen führten zunächst zur Verlegung der Linie — soweit möglich — in eine Hinterhangstellung und zur Einführung einer zweiten Linie, etwa ab Ende hatten die Kriegsparteien in vielen Bereichen drei Schützengrabenlinien eingeführt, aus der einfachen Grabenlinie entwickelte sich zunehmend ein tief gestaffeltes Stellungssystem und eine elastische Zonenverteidigung.

Erfolgreiche Angriffe erforderten eine örtliche Überlegenheit und eine sorgfältige Vorbereitung. Zunächst versuchte man mit mehrtägiger, jedoch verräterischer Artillerievorbereitung das gegnerische Stellungssystem zu zerstören, Angriffe wurden zunehmend zu Materialschlachten mit zuvor ungekannten Munitionsverbrauch.

Der Alltag der Soldaten in den Schützengräben war durch wechselnde Phasen von langer Untätigkeit und zugespitztem Überlebenskampf gekennzeichnet. April fielen am Ypernbogen bis zu 5.

Die militärische Führung war vom durchschlagenden Erfolg beim Ersteinsatz in dem von Fritz Haber entwickelten Blasverfahren völlig überrascht und konnte ihn mangels Reserven nicht ausnutzen, zudem waren die Angreifer ebenfalls vom Gas beeinträchtigt. Der Einsatz von chemischen Waffen stellte zwar keine Neuheit mehr dar, zuvor waren in diesem Krieg jedoch nur Reizstoffe verwendet worden, die zudem wenig wirksam waren. Das Scheitern der offensiven Kriegsführung, der zermürbende Grabenkrieg und die Munitionskrise wegen fehlendem Salpeter sowie die überlegene, aber unausgelastete deutsche Chemieindustrie führten zur Entscheidung für dieses Kampfmittel.

Im deutschen Offizierkorps erhoben sich zwar durchaus Bedenken, es nahm aber den Einsatz letztendlich als angeblich notwendiges Übel hin. Im Herbst wurden die ersten Gasmasken eingeführt. Zunehmend verschossen die Kriegsparteien das Gas mit Granaten, um weniger von der Windrichtung abhängig zu sein.

Beim Einsatz von Senfgas wurde durchaus ins Kalkül gezogen, dass pflegeaufwändige Schwerverletzte die Gegenseite mehr belasten als Tote. Insgesamt wurden im Ersten Weltkrieg etwa Schätzungen gehen für die Westfront von etwa Für die Ostfront sind keine verlässlichen Zahlen verfügbar.

Die wenig robusten Flugzeuge bei Kriegsbeginn wurden hauptsächlich zur Luftaufklärung eingesetzt. Damit erfüllten sie eine wichtige, von vielen Generälen anfangs unterschätzte Aufgabe. Sie beobachteten die Front und meldeten die Feindbewegungen an das Oberkommando.

Vor allem ihnen war es zu verdanken, dass General Joffre die Offensive an der Marne einleitete. Das deutsche Heer hatte bei seinem Vormarsch beabsichtigt, Paris westlich zu umgehen. Sie gaben die Beobachtung an die französische Kommandokette weiter, die daraufhin den Gegenangriff an der Marne einleiten konnte. Die Luftaufklärung und die Luftbildfotografie gewannen an Bedeutung, weswegen erste Methoden zu ihrer Bekämpfung entwickelt wurden.

Als der Stellungskrieg einsetzte, wurden die Flieger zur Artilleriekoordinierung eingesetzt. Die Einführung von telegrafischen Löschfunkensendern seit war gleichbedeutend mit dem eigentlichen Beginn des Flugfunks. Der französische Luftfahrtpionier Roland Garros war der erste, der ein echtes Jagdflugzeug entwickelte.

Er montierte ein Maschinengewehr an die Spitze seines Flugzeugs. Um die Propellerblätter vor Beschädigungen zu schützen, verstärkte er sie mit Stahlplatten.

Durch die Synchronisation setzte das MG immer dann sein Feuer aus, wenn es den Propeller getroffen hätte. Bis Anfang dominierten die Deutschen den Himmel über der Westfront. Angriffe durch Bombenabwürfe wurden im Laufe des Krieges verstärkt.

Die ersten Bomben warfen deutsche Zeppelin am 6. August über Lüttich ab, weitere am August über Antwerpen. Im Dezember griffen deutsche Luftschiffe erstmals auch die britische Insel an.

Bis wurden schwere Angriffe auf London geflogen, worauf einige Industrien den Betrieb stilllegen mussten. Der Erste Weltkrieg war der erste Krieg, in dem Bomber eingesetzt wurden. Im Zuge der Militarisierung der Luftfahrt wurde über den Meeren aufgerüstet. Bis dahin nur zur Aufklärung eingesetzte Wasserflugzeuge und Marineflieger , die auf dem Wasser landeten, wurden bewaffnet und gegen Häfen, Küstenbefestigungen und militärische Einheiten zu Luft und zu Wasser eingesetzt.

Diese frühen Modelle waren nur für den Einsatz von Wasserflugzeugen geeignet, die vom Deck starteten, in der Nähe des Flugzeugträgers landeten und danach mit einem Kran wieder an Bord befördert wurden. Die vor dem Hintergrund des Ersten Weltkrieges beschleunigte Entwicklung von Flugzeugträgern sollte sich während des Zweiten Weltkrieges bei den Kämpfen im Pazifik als entscheidend herausstellen.

Ab verloren die Deutschen ihre Luftüberlegenheit wieder. Oswald Boelcke bildete einige der besten Flieger aus und vermittelte ihnen sein Kampfwissen, welches er in der Dicta Boelcke niederschrieb. Die deutschen Jagdstaffeln kurz Jasta , insbesondere die Jasta 11 , brachten den Alliierten schwere Verluste bei.

Als die US-Amerikaner eintrafen, wendete sich das Blatt. Ab Sommer mussten die kaiserlichen Piloten ihr Glück mit Sturzangriffen versuchen, da sie sonst keine Chance gegen die alliierten Geschwader hatten.

Er war mit 80 bestätigten Luftsiegen der erfolgreichste Jagdflieger des Ersten Weltkrieges. Der Verlust ihres Idols und zunehmende Nachschubschwierigkeiten setzten den deutschen Jagdstaffeln zu. Zum Kriegsausgang konnten die Luftstreitkräfte wenig beitragen. Der Krieg wurde am Boden entschieden. Zahlreiche gefallene deutsche Flieger, u. Richthofen, wurden in Berlin auf dem Invalidenfriedhof beigesetzt. Der Anteil des Seekrieges am Ausgang des Ersten Weltkrieges insgesamt war so nicht ausschlaggebend und eher in seiner indirekten Wirkung von Bedeutung.

Auf allen Kriegsschauplätzen gab es eine eindeutige Überlegenheit einer Seite: Die Meere waren ganz überwiegend Bewegungsraum für die Kriegsflotten, Handelsschiffe und Truppentransporter der Entente, nicht jedoch für jene der Mittelmächte. Deutsche U-Boote brachten dennoch die Entente vor allem in der ersten Jahreshälfte in ernsthafte Schwierigkeiten.

Der Einsatzbefehl zur Entscheidungsschlacht auf See wurde erst gegeben, als die Oberste Heeresleitung den Krieg verloren gegeben hatte, und führte zum Kieler Matrosenaufstand , der wiederum Auslöser der Novemberrevolution war. Propaganda warb im Wesentlichen für die Motivation zum Kriegsdienst und für die Unterstützung der Kriegsbeteiligung in der eigenen Bevölkerung oder bei erhofften Alliierten, wozu fremdenfeindliche Vorurteile und patriotische Symbole verwendet wurden.

Erstmals in der Geschichte gründeten die kriegsführenden Staaten hierzu eigene Behörden. In Österreich-Ungarn war das schon am Juli geschaffene k. Prominente britische Wissenschaftler erklärten nach Berichten über den Brand der Universitätsbibliothek Löwen Ende August , das deutsche Heer habe das Feuer absichtlich gelegt. Deutsche prominente Wissenschaftler antworteten mit Gegenerklärungen, unter anderem mit dem Manifest der 93 und der Erklärung der Hochschullehrer des Deutschen Reiches , die den Weltkrieg als Kulturkampf und Verteidigungskrieg zu rechtfertigen suchten, was wiederum eine britische Antwort an die deutschen Professoren zur Folge hatte.

Andere Propagandakampagnen waren etwa die behauptete Kreuzigung von Nonnen an Kirchentoren in Belgien oder das angebliche Abschlagen der Hände von Kindern durch die deutschen Truppen in Belgien, die sich unter anderem im Bryce-Report niederschlugen.

Gut untersucht ist die Haltung der britischen Presse: Sie hatte in den letzten zwei Jahren vor dem Krieg eine zunehmend positive Haltung gegenüber Deutschland eingenommen. Die Zeitungen vertraten u. Dies änderte sich mit dem deutschen Ultimatum an Russland und vor allem mit dem Einmarsch in Belgien und Luxemburg.

Mit dem weiteren Fortgang des Kriegs wurde Deutschland nicht nur als Gegner diskreditiert und als Träger der alleinigen Kriegsschuld gebrandmarkt, sondern zum Feindbild der gesamten Menschheit stilisiert. Dabei wurde nur zu Beginn des Krieges noch zwischen Regierung und Bevölkerung differenziert. Diese überzogene Gräuelpropaganda war ein Grund, warum kein Verständigungs- oder Verhandlungsfrieden zustande kam, und erschwerte nach dem Krieg auf allen Seiten die Aussöhnung.

Die Gräuelpropaganda der Mittelmächte war schon deswegen weniger ausgeprägt, da kaum deutsches Gebiet besetzt war und somit vergleichsweise wenige deutsche Zivilisten direkten Kriegseinwirkungen ausgesetzt waren. In erster Linie wurden die russische Seite Armee und Bevölkerung verunglimpft. Der Einsatz farbiger Kolonialtruppen auf europäischen Schlachtfeldern durch die Alliierten wurde wechselweise als Kulturbruch oder als unmoralisch angeprangert.

Die Propagandaabteilungen der Mittelmächte tendierten dazu, den Gegner herabzuwürdigen, lächerlich zu machen und die eigene Stärke herauszustellen. Hierzu wurden zahlreiche Bilder veröffentlicht und als Postkarten vertrieben, die gefallene alliierte Soldaten sowie entsprechende Massengräber zeigten.

In Deutschland wurde nach dem Krieg die feindliche — namentlich die britische — Propaganda als wesentlich effektiver als die eigene eingeschätzt, nicht wenige führten die deutsche Kriegsniederlage auf feindliche Propaganda zurück. Der Erste Weltkrieg revolutionierte die Waffentechnik in zahlreichen Aspekten. In der Infanterieausrüstung brachte der Erste Weltkrieg den endgültigen Durchbruch zur Tarnkleidung und zum Stahlhelm. Die Gewehre der Infanterie waren etwa gleichwertig, lediglich das britische Lee-Enfield war aufgrund der schnellen Schussfolge jenen der anderen Kriegsteilnehmer überlegen und verursachte vor allem in Flandern hohe deutsche Verluste.

Der Grabenkrieg brachte eine Renaissance der Handgranate , lediglich die Mittelmächte verfügten zu Beginn des Krieges über ausreichende Mengen, die Briten hatten sie ausgemustert. Das Maschinengewehr wurde von schwer transportablen Modellen z. In den späteren Kriegsjahren reduzierten sämtliche kriegführenden Mächte ihre Reitertruppen stark.

Deutschland entwickelte bis Kriegsende nur unzureichende Abwehrmittel wie etwa die sogenannte Tankbüchse M Das Verhältnis von leichten zu schweren Batterien verlagerte sich bei den kriegsführenden Parteien im Rahmen des Stellungskrieges von I , die mit starr eingebauten Maschinengewehren und dem gesamten Flugzeug auf den Gegner zielten.

Der Erste Weltkrieg kann zudem mit dem eigentlichen Beginn des Flugfunks gleichgesetzt werden, der die Möglichkeiten der Luftaufklärung auf ein völlig neues Niveau hob. Abgesehen von der Mobilisierung aller Reserven im Rahmen der Kriegswirtschaft zeigte sich der industrialisierte Krieg daran, dass vorwiegend Distanzwaffen das Kriegsgeschehen bestimmten: Das ebenso unerwartete wie allseitige Weltkriegsdesaster der Kriegführung hatte seine wesentliche Ursache in der ungleichen Entwicklung von Technik und militärischer Taktik.

In den letzten 30 Jahren vor dem Krieg häuften sich neue Erfindungen in der Waffentechnik: Sowohl die deutsche wie die französische Armeeführung versuchten die immer stärkere Gewichtung der Technik in ihrem Metier zu ignorieren und abzuwerten, dagegen den Willen und den Angriffsgedanken in den Vordergrund zu stellen.

Das Besondere an den Militärdoktrinen in Frankreich und Deutschland war nicht die Ausrichtung auf die Offensive, sondern deren einzigartige Übersteigerung — die taktische Vernunft kam dabei praktisch abhanden. Nicht zuletzt spielte dabei die weltanschauliche Prägung des Sozialdarwinismus eine Bedeutung. Dem Kriegshandwerk bot der Sozialdarwinismus eine neue, quasi wissenschaftliche Legitimation: Modernisierungsbewusstsein verband sich mit der Betonung des vitalen Elements der Kriegsführung und führte so auf einen Weg, der angesichts einer beispiellosen Entwicklung der Waffentechnik auf ungeheure Blutbäder zuleitete.

Nirgends waren die Militärführungen bereit anzuerkennen, dass der ungleiche Entwicklungsstand von Feuerkraft und Bewegung den offensiven Bewegungskrieg unmöglich machte. So war vor dem Ersten Weltkrieg die allgemeine Vorstellung vom Krieg noch von offenen Feldschlachten geprägt, in denen der Soldat verwegen, ritterlich und heldenmütig dem Feind die Stirn bieten sollte.

Nahezu alle Deutschen waren in ihrer Vorstellung vom Krieg auf dem Stand von und früher stehengeblieben. Dieses Bild konnte den Erfordernissen und Erfahrungen des Stellungskrieges nicht standhalten. Das Erlebnis an der Front zerstörte solche Vorstellungen: Entscheidend prägte das beinahe unausgesetzte Feuer der Artillerie diesen Eindruck, das mehr als die Hälfte der Opfer des Krieges forderte.

Den Soldaten blieb als einzige Reaktion auf diese Waffe nur das hilflose Abwarten auf den Einschlag, auf das Hereinbrechen einer nicht beeinflussbaren Gewalt: Diese speziellen Einheiten empfanden sich als Täter in einem emphatischen Sinne.

Die Kriegsfolgen beschränken sich nicht auf die im Folgenden näher beschriebenen Sachverhalte. Durch ihn ordneten sich die internationalen Beziehungen neu. Er zerstörte bestehende gesellschaftliche Ordnungsvorstellungen und in den meisten der besiegten Staaten die nationalen politischen Systeme.

Die Anzahl der zivilen Opfer wird auf weitere sieben Millionen geschätzt. Unter den Verwundeten befanden sich zahlreiche mitunter bis zur Unkenntlichkeit entstellte Invaliden , die mit vorher unbekannten Gesichts- Entstellungen und Amputationen in ein Zivilleben entlassen wurden, das noch keine moderne Prothetik , berufliche und medizinische Rehabilitation kannte.

Unzählige ehemalige Weltkriegssoldaten starben nach dem Kriegsende noch an den Folgen von Kriegsverletzungen und mitgebrachten Krankheiten in relativ niedrigem Lebensalter. Zu den militärischen kamen die zivilen Opfer: Die Blockade gegen die Mittelmächte führte alleine in Deutschland nach einer vom Völkerbund beauftragten Untersuchung aus dem Jahre zu Die schnelle und weltweite Ausbreitung der Pandemie muss insofern im Zusammenhang mit dem Kriegsgeschehen gesehen werden, als sie ab März vor allem über Ansteckungen im US-Army -Ausbildungslager Camp Funston verbreitet wurde und so mit Truppentransporten schon im April Europa erreichte.

Die Annahme der Sieger, die Kriegskosten durch Reparationen refinanzieren zu können, erwies sich als Illusion. Europa hatte seine weltbeherrschende Stellung durch den Krieg verloren. Allein in Deutschland betrugen die kriegsbedingten Ausgaben bis pro Tag ungefähr 60 bis 70 Millionen Mark. Die Reichsschuld stieg daher um ,5 Milliarden Mark. Die nach dem Krieg zu vertraglichen Regelungen anstehenden Fragen wurden im Rahmen der Pariser Vorortverträge entschieden.

Januar begann die Pariser Friedenskonferenz , nicht zufällig am deutschen Reichsgründungstag. Die Verhandlungen fanden überwiegend geheim und bis zur Vorlage der Vertragsentwürfe in Abwesenheit von Bevollmächtigten der Besiegten sowie Russlands statt. Wiederum nicht zufällig erfolgte die Übergabe des Vertragsentwurfes zum Versailler Vertrag an die deutschen Vertreter am 7.

In erster Linie aufgrund der deutschen Insistenz auf diese Frage wurde er jedoch in eine Mantelnote aufgenommen, die am Juni mit dem endgültigen Vertragstext überreicht wurde, aber kein Bestandteil des Vertrages war. Sobald ihre Vorbereitungen vollendet waren, haben sie einen in Abhängigkeit gehaltenen Bundesgenossen [Österreich-Ungarn] dazu ermuntert, Serbien innerhalb von achtundvierzig Stunden den Krieg zu erklären.

Von diesem Kriege […] wussten sie recht wohl, er könne nicht lokalisiert werden und würde den allgemeinen Krieg entfesseln. Um diesen allgemeinen Krieg doppelt sicher zu machen, haben sie sich jedem Versuche der Versöhnung und Beratung entzogen, bis es zu spät war […] Indessen beschränkt sich die Verantwortlichkeit nicht auf die Tatsache, den Krieg gewollt und entfesselt zu haben.

Deutschland ist in gleicher Weise für die rohe und unmenschliche Art, auf die er geführt wurde, verantwortlich. Die Höhe der deutschen Reparationszahlungen blieb zunächst offen. Die immense deutsche Reparationsschuld war unter anderem durch das historische Novum entstanden, dass entsprechend den Forderungen von Lloyd George und der Ministerpräsidenten der Dominions Militärpensionen und die finanzielle Unterstützung von Kriegsbeschädigten sowie Hinterbliebenen zu den wiedergutmachungspflichtigen Kriegsschäden zählten.

Revisionen des Zahlungsplans erfolgten mit dem Dawes-Plan und mit dem Young-Plan , wurden die Zahlungen zunächst eingestellt. Die zur Zahlung aufgenommene Young-Anleihe wurde nach dem Londoner Schuldenabkommen von bis etwa zurückgezahlt, [] eine letzte Rate aufgelaufener Schulden erst im Jahre Deutschland musste Gebiete im Umfang von Deutsche Gegenvorschläge lehnten die Sieger ab.

Juni kam es zu dramatischen und ununterbrochenen Beratungen der relevanten politischen Gremien, die Regierung Scheidemann trat am Juni zurück, am Juni versenkte sich die deutsche Hochseeflotte anlässlich der Friedensbedingungen. Die Nationalversammlung nahm angesichts der ultimativen Haltung der Siegermächte tags darauf, am Juni , mit gegen Stimmen bei 6 Enthaltungen den Vertrag an, sodass die Regierung Bauer am Juni den Versailler Vertrag ohne Abstriche unterzeichnen musste. Da der US-Senat am November die Ratifizierung des Versailler Vertrages und die damit verbundene Mitgliedschaft im Völkerbund ablehnte, schlossen die Vereinigten Staaten unter anderem mit dem Berliner Vertrag bilaterale Verträge mit dem Deutschen Reich, Österreich und Ungarn, was Hoffnungen auf eine generelle Revision nährte.

Die Revision des Pariser Friedensvertragswerks — unter anderem durch den Vertrag von Lausanne — wurde somit mit dem zuletzt unterzeichneten Vertrag eingeleitet. Die Erste Weltkrieg bewirkte erhebliche Veränderungen in der politischen Landkarte vor allem Europas. Aus dem Osmanischen Reich gingen die Türkei sowie verschiedene Völkerbundmandate hervor, so das Völkerbundmandat für Syrien und Libanon , das Britische Mandat Mesopotamien aus dem das Königreich Irak entstand und das Völkerbundsmandat für Palästina.

Auch die deutschen Kolonien gingen in Völkerbundmandate über , lediglich in Namibia , dem ehemaligen Deutsch-Südwestafrika , besteht heute noch eine nennenswerte deutsche Minderheit. Mai deutlich wurde. Palästina sollte — abgesehen von Haifa britisch — unter internationale Kontrolle kommen.

Der den Arabern kurz zuvor zugesagte Staat solle in eine französische Einflusszone im Norden und eine britische im Süden aufgeteilt werden. Die Balfour-Deklaration vom 2. Januar unterzeichnete Husseins Sohn Faisal auf der Pariser Friedenskonferenz gemeinsam mit dem späteren Präsidenten der Zionistischen Weltorganisation, Chaim Weizmann , das Faisal-Weizmann-Abkommen , in dem Faisal die grundsätzliche Zustimmung der arabischen Seite zu einem jüdischen Staat zusagte, falls die arabische Unabhängigkeit anerkannt würde.

Die Zusagen der alliierten Mächte an die Araber, insbesondere jene der anglo-französischen Erklärung vom 7. November , wurden jedoch in der Folge nur zum Teil umgesetzt. Die Interessengegensätze führten schon am 4. Die Weimarer Nationalversammlung konstituierte am August einen Untersuchungsausschuss, der die Vorgänge, die zum Ausbruch, zur Verlängerung und zum Verlust des Krieges geführt hatten, aufarbeiten sollte.

Im Zuge der Diskussion um die Auslieferungs- und Kriegsschuldfrage wurde von den Konservativen schon die Existenz des Ausschusses an sich heftig kritisiert.

Die parteipolitische Struktur des Ausschusses führte dazu, dass sich der Mehrheitswille schnell auf die Seite der von Anfang an starken Kräfte verlagerte, die an einer Aufklärung der Fragestellung kein Interesse hatten.

Lersner verweigerte zunächst aus Protest die Weitergabe an die Reichsregierung und drohte mit Rücktritt. Reichskanzler Gustav Bauer distanzierte sich öffentlich von der Haltung Lersners, die offizielle Übergabe des Auslieferungsverlangens erfolgte sodann am 7. Überraschend rückten die Alliierten in einer Note vom Februar vom Auslieferungsverlangen ab und erklärten sich damit einverstanden, dass gegen die Beschuldigten in Deutschland selbst das Verfahren durchgeführt werde, wobei sie sich Kontrollrechte vorbehielten und gegebenenfalls die Verfahren wieder an sich zu ziehen wollten.

Die Niederlande lehnte das Ansinnen ab, da sie keine Vertragspartei des Friedensvertrages sei, es vor dem Krieg kein Statut über Verbrechenstatbestände und deren Bestrafung gegeben habe und die Gewährung von Asyl Ausdruck fundamentaler Rechtsüberzeugung und jahrhundertelange Tradition sei. Im Rahmen des Londoner Ultimatums vom 5.

Mai monierten die Alliierten unter anderem, dass es bisher keine Aburteilung der Kriegsverbrecher gegeben habe. Jahrhundert bekannt und ihre überragende Bedeutung als Weltwirtschaftspflanze erreichte Soja erst nach dem 2. Weltkrieg als Öllieferant für die Margarineherstellung. Sojamehl oder -presskuchen dient als Viehfutter in intensiven Mastverfahren, also zur Erzeugung von Fleisch und Eiern. Deswegen wird die Bedeutung der Sojabohne zur Ernährung der Menschheit auch weiterhin zunehmen.

Soja gehört botanisch zur Familie der Hülsenfrüchte Leguminosae und der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler Papilionidae. Wie die anderen Schmetterlingsblütler z. Soja ist auf die spezielle Art Rhizobium japonicum angewiesen, oft sogar auf sortenspezifische Bakterienstämme.

Im praktischen Anbau bedeutet dies, dass neue Anbauflächen erst geimpft 2 werden müssen, denn der Ertrag von Soja ist abhängig von der Intensität dieser Symbiose. Nach erfolgreicher Etablierung der Knöllchenbakterien im Boden ist keine Stickstoffdüngung mehr notwendig.

Soja ist eine einjährige, subtropische Pflanzenart und typische sogenannte Kurztagspflanze 3. Wegen der enormen ökonomischen Bedeutung ist der Anbau transgenen Sojas, das gegen den Einsatz von Herbiziden resistent gemacht 4 wurde, vor allem in den USA und Argentinien inzwischen vorherrschend. Leider brachte das GVO-Soja des Saatgut- und Chemiekonzerns Monsanto den eigentlich wenig problematischen Sojaanbau weltweit in Bedrängnis, denn die ungewollte und unkontrollierbare Ausbreitung transgener, also genetisch veränderter, Pflanzen macht auch an Ländergrenzen nicht Halt.

Die Sojabohne wächst auch auf weniger guten Böden, erträgt zeitweise Trockenheit, toleriert zahlreiche Schadorganismen und ist nach der Anfangsentwicklung nicht mehr empfindlich gegen Unkräuter. Deswegen und wegen ihrer intensiven Stickstofffixierung , die auch nachfolgenden Kulturen zugute kommt, eignet sich die Hülsenfrucht hervorragend für den biologischen Anbau. Ökologisch wirtschaftende Landwirte in aller Welt und Hersteller von Produkten aus kontrolliert biologischem Anbau erhalten mit viel Aufwand und Sorgfalt die ursprünglichen Sorten.

Bemerkenswert ist zudem der hohe Mineralstoffgehalt und hier vor allem der Reichtum an Kalium, Magnesium , Eisen und Zink sowie allen essentiellen Mikronährstoffen. Soja ist sehr reich an der in Deutschland meist unzureichend verzehrten Folsäure und an Vitamin K. Soja gehört zu den basischen Lebensmitteln. Es enthält praktisch keine Stärke und seine Kohlenhydrate werden sehr langsam verwertet.

Sie müssen von Diabetikern nicht angerechnet werden. Soja ist glutenfrei , lactosefrei und cholesterinfrei und folglich für Zöliakiepatienten, Milchallergiker und Menschen mit erhöhten Blutfettwerten geeignet. Immer beliebter werden Proteindiäten, für die Soja mit seinem sehr hohen Proteingehalt in besonderer Weise geeignet ist.

Im Interesse der pharmazeutischen Forschung stehen inzwischen aber auch die in Sojabohnen reichlich enthaltenen Isoflavone. Diese pflanzlichen Hormone, die Phytoöstrogene, wirken auch im menschlichen Körper wie schwache Hormone. Die Isoflavone aus Soja werden im Zusammenhang mit der Minderung klimakterischer Beschwerden gesehen.

Auch Osteoporose, also der Kalziumverlust in den Knochen hat mit dem Hormonhaushalt zu tun. Die auffällig geringen Erkrankungsraten von asiatischen Frauen an Brustkrebs und Männern an Prostatakrebs legten zudem die Vermutung nahe, dies könnte im Zusammenhang mit dem hohen Konsum an Sojaprodukten liegen. Phytoöstrogenhaltige Nahrung, die ein Leben lang genossen wird, könnte also, anders als der Konsum von tierischen Produkten, diese krebsvorbeugende Wirkung haben.

Die negativen Effekte von Östrogenen wie auch von Phytoöstrogenen bei hormonabhängigen Krebserkrankungen lassen aber den Einsatz von hochdosierten Extrakten fraglich erscheinen.

Sinnvoll erscheint vielmehr eine dauerhafte Vorbeugung, quasi ein Leben lang, durch den Konsum pflanzlicher Nahrung, die natürliche Phytoöstrogene enthält. Soja gehört zweifellos zu den gesündesten und vielseitigsten Nahrungsmitteln überhaupt. Allerdings müssen die reifen Bohnensamen vor dem Verzehr erhitzt werden. Durch Toasten oder Kochen werden die schädlichen Inhaltsstoffe beseitigt, die für viele Bohnenarten typisch sind.

Durch diesen Prozess wird zusätzlich der Geschmack verbessert und die Verdaulichkeit erhöht. Soja ist ein Segen für die moderne Lebensmitteltechnologie.

Bei der Ölraffination gewinnt man Lezithin, das als Emulgator und Stabilisator, Feuchthalte- und Bindemittel in nahezu allen industriell erzeugten Lebensmitteln von Saucen über Schokolade und Eis bis zu Gebäcken und Wurst enthalten ist.

Weitere wichtige Sojaprodukte sind das entfettete Sojamehl und die verschiedenen Proteinkonzentrate und -isolate daraus. Sie finden bei der Herstellung von Brot und Backwaren Verwendung, da sie Ei ersetzten können, beziehungsweise die technologischen Eigenschaften der Teige verbessern. Vegetarischer Fleischersatz auf Basis von Soja ist oft hoch verarbeitet. Die Rezepte für vegetarische Wurst, Aufschnitt und Co.

Wie Wurst sind sie stark gewürzt, stark gesalzen und sie enthalten weitere Zutaten und Füllstoffe, die nicht unbedingt als gesund oder hochwertig angesehen werden. Doch es gibt auch Produkte aus reinem Soja, die in der Küche anstatt Fleisch Verwendung finden können, zum Beispiel für vegetarische Bolognese, veganes Gulasch, oder Chili con Carne aber eben ohne Fleisch.

Sie werden mit der eigenen Würze zu Hause zu etwas Leckerem. In Asien wurde Soja seit Jahrtausenden in Form von einzigartigen, charakteristischen Lebensmitteln konsumiert. Die meisten dieser Lebensmittel hatten historisch betrachtet in China ihren Ursprung, von wo aus sie in die anderen Ost- und Südostasiatischen Länder gelangten. Neben modernen Fabriken, die mit modifizierten Rohstoffen standardisierte und teilweise charakterlich veränderte Lebensmitteln herstellen, gibt es auch immer noch handwerklich arbeitende Familienbetriebe, die in traditionellen Verfahren natürliche Rohstoffe verwenden und damit einmalige Qualitäten erzielen Bild rechts, traditionelle Miso- Produktion.