Gründe für Inflation und Deflation: Eine Übersicht



Da es bei den Ursachen und der Bekämpfung von Inflation sehr wichtig ist zu unterscheiden, ob ein Land flexible oder fixe Wechselkurse hat, teilt sich dieser Eintrag in zwei entsprechende Teile auf. Aus der Lohnsetzungsformel ersetzen wir F u,z und nehmen folgende Beziehung an:. Er liegt aber mit 3,3 Prozent trotz der deutlichen Bierpreiserhöhung unter dem 3,7 Prozent-Anstieg des Vorjahrs. Natürlich ist das nicht so, denn wenn A bei B heute einen Apfel kauft, dann kann B mit demselben Franken nächste Woche auch einen Apfel kaufen.

Überraschendes Comeback der Inflation in Deutschland


Inflationsprojektion HVPI bis Unsicherheitsmargen berechnet auf Grundlage des mittleren absoluten Prognosefehlers. Die Breite des symmetrisch um den wahrscheinlichsten Wert verteilten Bandes entspricht dem doppelten mittleren absoluten Prognosefehler. Deutsche Bundesbank Monatsbericht Juni Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden gibt monatlich die Verbraucherpreise bekannt. Die Veränderung der Verbraucherpreise, die in Prozent angegeben wird, benötigt einen Bezugszeitpunkt.

Für die Veränderung der Verbraucherpreise von bis wurde bisher als Bezugsjahr zugrunde gelegt. Die nächsten Jahre beziehen sich die Änderungen der Verbraucherpreise daher auf dieses Referenzjahr.

Die bisher nach berechneten Werte mit Bezugsjahr wurden umgerechnet. Für die Ökonomen ist allerdings nicht die Höhe des Verbraucherpreises, sondern die Veränderung von Bedeutung, denn diese entspricht der Inflationsrate. Darüber hinaus ergibt sich der Realzins aus den Nettozinssatz abzüglich der Verbraucherpreisänderung. Der Leitzins wurde auf ein historisches Tief gesenkt, um den bedrohten Euro-Peripherieländern eine günstige Kreditaufnahme zu ermöglichen, damit ihre Wirtschaftsleistung nicht noch weiter geschwächt wird.

Für und rechneten viele Experten mit keinem signifikanten Anstieg der Inflationsrate in Deutschland und der gesamten Eurozone. Die Unternehmen halten sich auch in Deutschland mit Investitionen zurück. Auch die Kreditvergabe an Privatpersonen ist rückläufig. Öl war beispielsweise im Frühjahr deutlich teurer als heute. Und da spielt es keine Rolle, dass einige kostenlos Angebote von Banken angeboten werden. Für die Verbraucher ist der Anstieg der Inflation gleichbedeutend mit einem Verlust an Kaufkraft, sie können für ihr Geld nicht mehr dieselbe Gütermenge wie vor Monats- oder Jahresfrist kaufen.

Für den Staat und alle Gläubiger ist eine hohe Inflationsrate ein Segen um die Verschuldung abzubauen. Viele Bürger haben das Gefühl, die offiziell vom Statistischen Bundesamt berechnete Inflationsrate stimmt nicht mit der gefühlten oder wirklichen Inflation überein. Veränderungen bei Immobilienpreisen, konkret bei Erwerb einer Gebrauchtimmobilie, der Neubau eines Hauses oder der Kauf eines Grundstückes werden bei der Erhebung des Verbraucherpreisindex nicht berücksichtigt.

Für das Statistische Bundesamt handelt es sich dabei um eine Investition oder eine Kapitalanlage. Hauserwerb wird als nicht konsumtiv eingestuft und damit wird die Entwicklung der Häuserpreise nicht in die Inflationsrate abgebildet. Dies gilt auch für die Entwicklung der Grunderwerbssteuer. Die Entwicklung der Mietpreise und die der Hauspreise plus Nebenkosten wie beispielsweise der Grunderwerbssteuer sind aber nicht gleich.

Warum selbstgenutztes Wohnen nicht, Mietwohnen dagegen konsumtiv ist bleibt den Systematikern überlassen. Die Sorgen sind berechtigt. Immerhin haben die meisten Deutschen ihr Geld auf niedrig verzinsten Tagesgeldkonten angelegt oder lassen es sogar auf dem Girokonto.

Legt man das gesamte Geldvermögen von rund fünf Billionen Euro zugrunde, das die Bundesbürger nicht in inflationsgeschützten Anlagen halten, beträgt der Schwund sogar mehr als Milliarden Euro. Doch wenn jetzt die Teuerung die Vermögen wieder stärker dezimiert, dürfte der Ruf nach höheren Zinsen deutlich lauter werden und damit auch der Druck auf die Europäische Zentralbank EZB steigen.

Viele Arbeitnehmer dürften sich zudem um ihre Lohnabschlüsse betrogen fühlen. Im vergangenen Jahr waren die Tarifgehälter um durchschnittlich zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte, ist das der geringste Anstieg seit In der Tarifrunde hatte auch die niedrige Inflation eine Rolle gespielt. In diesem Jahr dürften die Gewerkschaften daher aggressiver auftreten. Die EZB findet sich damit in einer paradoxen Situation wieder: Monatelang haben die Währungshüter mit Worten und allerhand geldpolitischen Tricks versucht, die Inflation anzufachen, um die Euro-Zone wieder in Schwung zu bringen.

Denn die Inflation wächst ausgerechnet in Deutschland besonders stark, und damit in einem Land, in dem die Phobie vor steigenden Preisen besonders ausgeprägt ist. Doch nicht alle Staaten haben die Gelegenheit genutzt, um ihre Finanzen zu sanieren.

Aber auch andere Euro-Länder meldeten höhere Preise. In Spanien beispielsweise stieg die Rate auf drei Prozent. In Italien sprang die Teuerung von einem Prozent im Januar auf aktuell 1,5 Prozent überdurchschnittlich stark in die Höhe. Damit ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Teuerung im gesamten Euro-Raum demnächst wieder die Schwelle von zwei Prozent touchieren wird.

Doch womöglich verschafft die Entspannung an der Preisfront der EZB Spielraum, um schon vorher auszusteigen — zumal die Leitzinsen weiterhin bei Null liegen und Banken für ihre Einlagen bei der Notenbank einen Strafzins entrichten müssen. Beispiel für einen Liter Kuhmilch: Der Milchpreis lag bei 0,49 Euro, inflationsbereinigt entspricht dies etwa 1,40 Euro Ob etwas tatsächlich teurer wird, hängt im Wesentlichen davon ab, ob die Lohnerhöhungen die Inflation ausgleichen siehe Reallohn.

Es ist aber auch eine Frage der sich durch Soziale Mobilität verändernden Kaufkraft. Dies ist darauf zurückzuführen, dass alltägliche Ausgaben für Lebensmittel, Benzin oder Verkehr einen höheren Preisanstieg hatten als teurere, superiore Güter wie Computer, Autos oder Pauschalreisen.

Inflation und Kaufkraft Konsum sind zu unterscheiden. In der Realität wirkt sich die Inflation aber häufig auf die Kaufkraft aus. Wenn die Preise stärker steigen als die Löhne, dann kommt es zu sinkenden Reallöhnen und sinkender Konsum-Kaufkraft.

Steigen die Löhne stärker als die Preise, dann kommt es zu steigenden Reallöhnen und steigender Kaufkraft. Bei zeitlich vor der Inflation abgeschlossenen Verträgen verschiebt sich das wirtschaftliche Gleichgewicht. So wird generell der Schuldner besser gestellt, während sich die Position des Gläubigers verschlechtert. Das gilt zum Beispiel für Mieten, Unterhaltszahlungen, Renten- und Pensionsansprüche und Honorarforderungen aufgrund gesetzlich geregelter Honorarordnung wie bei Rechtsanwälten und Ärzten.

So wurden die Immobilienbesitzer beispielsweise in der Deutschen Inflation bis faktisch vollständig entschuldet, während die Immobilien den Wert beibehielten. Der Gesetzgeber versuchte, diese Inflationsgewinne über die Hauszinssteuer abzuschöpfen. Der Realwert seiner Verschuldung nimmt wegen der Inflation deutlich ab. Durch kalte Progression steigen zudem die realen Steuereinnahmen. Bei schwerer Inflation steigt auch die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes, denn da das Geld ständig entwertet wird, will niemand es lange behalten.

Kann nicht genug werthaltiges Sachkapital produziert werden, wird versucht, Wert in Devisen anzulegen. Die Entwertung des Geldes wird so beschleunigt. Versucht der Staat, die freie Preisbildung zu regulieren, entsteht statt offener verdeckte oder zurückgestaute Inflation.

Im Falle flexibler Wechselkurse erfolgt eine Anpassung durch Abwertung des Wechselkurses der inländischen Währung gegenüber ausländischen Währungen. Bei festen Wechselkursen erfolgt keine automatische Korrektur. Ist die Inflationsrate höher als in anderen Ländern, verbilligen sich die Importe, die Exporte verteuern sich.

Dies führt zu Handelsbilanzdefiziten. Je nach Stärke und Tempo der Preissteigerung unterscheidet man zwischen schleichender Inflation, trabender Inflation, galoppierender Inflation und Hyperinflation.

Die Inflation kann man in Phasen einordnen: Die dezelerierte Phase wird auch als Disinflation bezeichnet. Heute wird er losgelöst von der tatsächlichen Geschwindigkeit der Erhöhung des Preisniveaus in einem Land gebraucht. Es kommt zur Flucht in wertstabile Sachwerte und zu Kapitalflucht. Auf den Kapitalmärkten nimmt das Kapitalangebot ab, da die Anbieter wegen der Inflation mit einem Werteverzehr rechnen, der Kapitalzins steigt. Aus gleichem Grund werden langfristige Kredite kaum noch angeboten, schon gar nicht mit festem Zins.

So besteht auch für Kreditnehmer keine Planungssicherheit mehr. Bisher knapp lohnende Investitionen werden durch Zinssteigerung unrentabel; Unternehmen, deren Rendite nicht mehr ausreicht, gehen bankrott.

Hyperinflationen kamen in der Geschichte schon mehrmals auch deshalb zum Stillstand, weil selbst der Realwert des Papiers zum Drucken der Banknoten höher war als der Wert einer Banknote. Häufig gibt es nach einer Hyperinflation eine Währungsreform. Den historisch ältesten Erklärungsansatz für Inflation bietet die Quantitätsgleichung:. Empirisch ist die Quantitätstheorie sehr gut belegt. Diese Untersuchungen zeigen, dass Inflation entsteht, wenn die Zentralbank die Geldmenge zu stark ausweitet.

Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Inflation durch eine restriktive Geldpolitik verhindert werden kann. Durch zyklisches und unkontrolliertes Geldwachstum entstünden Kredite ex nihilo mit künstlich niedrigen Zinsraten. Durch die Inflation und die Kreditexpansion würde das gesamte Preissystem verzerrt, der Preis verliere seine Funktion der Information über Knappheit, unproduktive Produktionsweisen würden dadurch künstlich am Leben gehalten.

Neu geschaffenes Geld gelangt von den Zentral- und Geschäftsbanken zu Marktteilnehmern , die mit diesem neuen Geld Güter nachfragen. Diese zusätzliche Nachfrage wird in steigenden Preisen sichtbar. Die Ursache für Inflation ist damit in der Schöpfung von ungedecktem Geld so wie in gesetzlich privilegierten Institutionen des Bank - und Finanzwesens zu finden Annahmezwang von Gesetzlichen Zahlungsmitteln , Zentralbankwesen , Teilreservebanken , Währungsmonopol usw.