Realer Wechselkurs



Zur theoretischen Begründung von Wechselkursschwankungen bestehen mehrere Theorien, die einen Zusammenhang herstellen zwischen dem Wechselkurs auf der einen sowie etwa dem Preisniveau , dem Einkommen oder dem Zinssatz im In- und Ausland auf der anderen Seite. Zusammen mit den Beobachtungen bezüglich Carry Trade ergibt sich daraus, dass die Wechselkurse zwischen den Währung sich mehr nach Devisenspekulationen als nach der Realwirtschaft richten und somit immer wieder systematischer Verzerrung unterliegen — mit negativen Folgen für den Welthandel. Ein abgesichertes Portfolio verursacht höhere Kosten, kann aber Ihre Anlage bei einem starken Rückgang des Wertes einer Währung schützen.

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Die Antworten im Überblick. Wer profitiert, wer verliert, und was hat die Notenbank konkret beschlossen? Antworten auf die wichtigsten Fragen:. Ihr Ziel war, dass der Euro mindestens 1,20 Franken kostet. Immer wenn für einen Euro weniger gezahlt werden musste, der Franken also stärker war, griff die Notenbank ein. Diese Politik gibt sie jetzt auf: Sie wird künftig keine Euro mehr kaufen, um den Mindestkurs für ihn zu garantieren, kündigte die SNB an.

Prompt schoss der Kurs des Franken in Höhe. Wird ein bestimmter Freibetrag überstiegen, werden statt bisher 0,25 Prozent jetzt 0,75 Prozent fällig. Zugleich hält sich die Notenbank den Ankauf ausländischer Währungen offen. Ein starker Franken verteuert die Ausfuhr der Waren und schwächt die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Urlaub in der Schweiz wird für Bewohner der Eurozone hingegen erheblich teurer. Bereits in den vergangenen Jahren war die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus Europa stetig gesunken.

Die Folgen könnte auch der Schweizer Staat zu spüren bekommen - nicht allein wegen sinkender Gewinnsteuern. Zudem könnten Arbeitsplätze in den betroffenen Bereichen gefährdet sein, dadurch drohen dem Staat Verluste bei der Einkommensteuer und steigende Sozialausgaben.

Importe werden billiger, insbesondere aus dem Euroraum. Davon profitieren die Verbraucher , die weniger für Autos, Smartphones oder Benzin bezahlen müssen. Auch der ohnehin beliebte Shoppingtourismus in grenznahe Regionen im Euro-Ausland, etwa in Baden-Württemberg, wird für die Schweizer nun noch attraktiver.

Nicht nur die Einzelhändler in grenznahen Regionen, auch die Exportwirtschaft etwa in Deutschland profitiert. Ihre Güter werden für die Schweizer nun erheblich billiger. Auch der Tourismussektor könnte mehr Urlauber aus der Schweiz verzeichnen. Für diese werden Reisen in die Eurozone günstiger.

Dafür wird der Urlaub in der ohnehin nicht gerade günstigen Schweiz für andere Europäer nun spürbar teurer. Insbesondere in Osteuropa sind Hunderttausende Verbraucher betroffen, die Kredite in Schweizer Franken aufgenommen hatten. Die schienen wegen niedriger Zinsen attraktiv. Nun wird die Rückzahlung für viele - auch in Nicht-Euro-Staaten wie Polen oder Kroatien - ein Problem, weil die Kreditraten auf einmal sehr viel teurer werden. Ein Faktor dürfte die aktuelle Geldpolitik der Europäischen Zentralbank sein: Die Europäische Zentralbank dürfte am Januar entscheiden, mit Anleihekäufen weitere Milliarden in den Markt zu pumpen.

Dies reduziert seine Aussagekraft. Um zu einer grundsätzlicheren Erkenntnis über die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes zu kommen, müssten demnach auch alle anderen für Ex- und Importe wichtigen Wechselkurse berücksichtigt werden — dies leistet der effektive Wechselkurs. Bedeutsam sind dabei jedoch v. Zur theoretischen Begründung von Wechselkursschwankungen bestehen mehrere Theorien, die einen Zusammenhang herstellen zwischen dem Wechselkurs auf der einen sowie etwa dem Preisniveau , dem Einkommen oder dem Zinssatz im In- und Ausland auf der anderen Seite.

Grundsätzlich entstehen Wechselkursänderungen durch Angebots- und Nachfrageverhalten der Marktakteure. Der Wechselkurs stellt sich dort ein, wo sich Angebot und Nachfrage nach einer Währung treffen.

Während in Systemen flexibler Wechselkurse die Wechselkursänderungen nur durch Angebots- und Nachfrageverhalten der privaten Marktakteure entstehen, tritt in Systemen fixer Wechselkurse die jeweilige Zentralbank als zusätzlicher Marktakteur auf, der solange seine Währung kauft oder verkauft sogenannte Devisenmarktintervention , bis der festgelegte Wechselkurs erreicht ist.

Aus der Betrachtung der Wechselkursänderungen im Zeitverlauf kann darauf geschlossen werden, wie die Marktakteure die Entwicklung einer Volkswirtschaft einschätzen. Eine Währung erfährt eine Aufwertung , wenn ihr Preis auf dem Devisenmarkt steigt; es kommt zu einer Abwertung , wenn ihr Preis auf dem Devisenmarkt sinkt. Bei einer Darstellung des Wechselkurses in Mengennotierung bedeuten positive Änderungsraten eine Aufwertung der Inlandswährung , negative Änderungsraten dagegen eine Abwertung Devaluation.

Es verhält sich genau umgekehrt, wenn der Wechselkurs in Preisnotierung Devisenkurs dargestellt wird, dann entsprechen positive Änderungsraten einer Abwertung und negative einer Aufwertung der Inlandswährung.

Sind die Gründe bekannt, aus denen ein Angebots- und Nachfrageüberhang entstanden ist, dann ist auch bekannt, wie die Marktakteure bzw. Die wichtigsten Auslöser können sein:. Die Auswirkungen sind sehr vielfältig, ihre volle Entwicklung erreichen sie erst über einen längeren Zeitraum. Die wichtigsten Auswirkungen sind:. Im Prinzip kann sich der Preis entweder frei bilden flexibler Wechselkurs oder von einer Notenbank festgelegt werden fixer Wechselkurs.

Daneben existieren zahlreiche Zwischen- und Sonderformen. In der Regel sollten die Wechselkurse umso fixer sein, je enger zwei Volkswirtschaften realwirtschaftlich miteinander verzahnt sind, allerdings nur, wenn in beiden Volkswirtschaften eine abgestimmte und kohärente Geld- und Wirtschaftspolitik betrieben wird.

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